Amriswil
Ein Quintett mit einer gemeinsamen Leidenschaft: Das Wasserschloss wird zu einer riesigen Hochzeitstafel

Fünf junge Geschäftsfrauen aus der Region verwandeln Schloss Hagenwil am 3. Oktober in eine Hochzeitslocation.

Rita Bolt
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Die fünf «Glanzpunkte»-Frauen: Méli Dreszig, Seraphiene Benz, Livia Fierz, Trimosa Helshani, Andrea Koller.

Die fünf «Glanzpunkte»-Frauen: Méli Dreszig, Seraphiene Benz, Livia Fierz, Trimosa Helshani, Andrea Koller.

Bild: PD

Seraphiene Benz designt und ändert Brautkleider, Livia Fierz verkauft Brautmode, Andrea Koller hält die Traurede, Méli Dreszig fotografiert, Trimosa Helshani ist administrativ tätig: Diese fünf Frauen haben einige Gemeinsamkeiten. Sie sind Geschäftsfrauen, haben mit Hochzeiten zu tun, verstehen sich gut, und für alle ist das Thema Hochzeit eine Herzensangelegenheit.

Deshalb haben sie den Verein «Glanzpunkte» gegründet und wollen am 3. Oktober im Schloss Hagenwil ihre Leidenschaft mit anderen teilen. Sie haben die Coronapandemie genutzt, um ihr erstes gemeinsames Projekt «Glanzpunkt» auf die Beine zu stellen und präsent zu sein. Die Frauen sitzen am Tisch und brüten über dem Konzept. Sie wissen, was sie wollen, und vor allem, was sie nicht wollen:

«Es wird keine konventionelle Hochzeitsausstellung sein. Wir gehen weg vom Mainstream.»

Es soll etwas Spezielles, Persönliches sein. Angehende Brautpaare sollen sich an einer gedeckten Festtafel zum Thema Hochzeit informieren können. Auch werde es eine Modenschau geben. Es würden noch weitere Partner ins Boot oder besser gesagt ins Schloss geholt. Das Schloss übe auf Brautpaare einen besonderen Zauber aus.

Aus allen Nähten geplatzt

«Hochzeiten sind individuelle und sehr persönliche Feiern. Deshalb wollen wir das Thema Hochzeit auch individuell umsetzen», sagt Livia Fierz. Sie ist im März mit ihrem Brautmode-Geschäft von Bischofszell nach Niederbüren umgezogen. «Wir sind in Bischofszell aus allen Nähten geplatzt», sagt die junge Frau, die sich mit ihrem Geschäft einen Mädchentraum verwirklicht hat. Mit ihr eingezogen ist das Couture-Atelier der Hauptwilerin Seraphiene Benz, die eine höhere Fachausbildung zur Bekleidungsgestalterin abgeschlossen hat. Sie ändert Brautkleider oder schneidert neue. Fierz und Benz haben schon in Bischofszell zusammengearbeitet und es habe super geklappt. Beiden Frauen liegt Nachhaltigkeit am Herzen. «Wir beziehen Spitzen und Stickereien bei Textilunternehmen in St. Gallen», sagen die zwei.

Freie Trauungen im Trend

Andrea Koller war viele Jahre als Zivilstandbeamtin tätig. Nun ist sie selbstständig und begleitet freie Trauungen mit Traureden. Immer mehr Paare entscheiden sich für eine freie, persönliche Zeremonie – eine Feier, die ergänzend zur Trauung auf dem Zivilstandamt und eine Alternative zur kirchlichen Hochzeit sein kann. Koller bietet die Möglichkeit, eine feierliche Hochzeitszeremonie mit beliebigen Elementen zu gestalten.

«Ich will jede Feier mit persönlichen Worten begleiten, emotionale Momente schaffen, die in Erinnerung bleiben.»

Spezielle Momente Schwarz-Weiss oder Farbe festzuhalten, ist auch die Leidenschaft der Waldkircherin Méli Dreszig: Sie fotografiert die Brautpaare und die Hochzeitsgesellschaft auf ihre eigene Art und Weise. Sie beschreibt sich als Emotionen- und Momentesammlerin. Mit ihren Bildern wolle sie Geschichten von liebenden Menschen erzählen, für die Bilder mehr sind, als nur Fotos in Bilderrahmen. Die fünfte im Bunde ist Trimosa Helshani. Sie hält die Fäden in der Hand. Sie sagt:

«Die liebevollsten und emotionalsten Momente erlebte ich an Hochzeiten – pure Magie.»

Tickets gibt es unter www.glanzpunkte.ch

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