Amriswil
Für Willi Hausammann ist die Musik wichtiger als das Amt in der Kirchbehörde

Der 69-Jährige will in der Kirchenvorsteherschaft von Evangelisch Amriswil-Sommeri die Nachfolge von Irène Manz-Pomey antreten.

Manuel Nagel
Merken
Drucken
Teilen
Willi Hausammann stellt sich für das frei werdende Ressort Kirchenmusik in der Kirchvorsteherschaft zur Verfügung.

Willi Hausammann stellt sich für das frei werdende Ressort Kirchenmusik in der Kirchvorsteherschaft zur Verfügung.

Bild: Manuel Nagel

Wenn Willi Hausammann am 13. Juni in die Kirchenvorsteherschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri gewählt wird, ist es keine Überraschung. Nicht weil er einziger offizieller Kandidat ist, sondern weil seine Wahl in die Behörde auf der Hand liegt. Doch für Hausammann geht es nicht einfach darum, dass er Einsitz in der Behörde nehmen kann. Er macht keinen Hehl daraus, dass sein geplantes Engagement mit dem frei werdenden Ressort Kirchenmusik zusammenhängt.

Zur Person

Willi Hausammann wird diesen Herbst 69 Jahre alt. Bei der Thurgauer Kantonalbank war er lange Jahre tätig in der Informatik und der Betriebsorganisation, später als Projektmanager und im Qualitätsmanagement. Auch bei der TKB leitet er schon seit 30 Jahren den Chor, den er aufgebaut hat. Zudem engagiert er sich im Verband der Evangelischen Kirchenchöre im Thurgau. (man)

Die Musik bestimmt das Leben von Willi Hausammann seit Jahrzehnten. Im Jahr 2002 übernahm er die Leitung des Evangelischen Kirchenchors. Doch bereits vor 50 Jahren musizierte Hausammann in einer Kirchenband, in der er elektrische Gitarre spielte. Deshalb liegt ihm die populäre Kirchenmusik genauso wie die traditionelle am Herzen. Denn eines von Hausammanns Zielen ist, vermehrt Junge in die Kirchenmusik einzubinden. Willi Hausammann sagt:

«Das Amt ist die Chance, die gute Arbeit von Irène Manz-Pomey weiterzuführen.»

Man habe begonnen, konzeptionell zu arbeiten und ganzheitlich zu denken. Diese Strukturen will er nun ausbauen. Wichtig sei dabei, dass er auf die Unterstützung der Organistinnen sowie Pfarrer zählen könne. In Amriswil bestehe eine gute Zusammenarbeit – «auch mit den Kollegen der Katholischen Kirche», betont Hausammann. Selbstverständlich sei das Wohlwollen gegenüber Kirchenmusik nicht. Es gebe auch Pfarrer, die «den Gottesdienst für die Musik unterbrechen», sagt er lachend.

170'000 Franken im Plus

Am 13. Juni wählt die Kirchbürgerschaft der Evangelischen Kirchgemeinde Amriswil-Sommeri an der Urne nicht nur den Nachfolger von Irène Manz-Pomey, sie stimmt auch über die Jahresrechnung 2020 ab. Diese präsentiert sich erfreulich mit einem Plus von 171807.84 Franken. Dieser Gewinn soll dem neu zu schaffenden Erneuerungsfonds zugewiesen werden. (man)