AMRISWIL
Die «Bösen» sind im Anmarsch: Das Thurgauer Kantonal-Schwingfest wirft seine Schatten voraus

Am 25. Juli treffen sich rund 160 Schwinger, um den Festsieger zu küren. Alle berechtigten aktiven Schwinger aus dem Kanton Thurgau messen sich untereinander sowie mit Gästen aus Appenzell, St.Gallen, Zürich, Schaffhausen und Graubünden.

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Szene aus dem Schlussgang beim diesjährigen Glarner-Bündner Kantonal-Schwingfest.

Szene aus dem Schlussgang beim diesjährigen Glarner-Bündner Kantonal-Schwingfest.

Bild: Walter Bieri (Näfels, 27. Juni 2021)

Anstelle eines Sommerschwingfestes haben sich die Verantwortlichen des Schwingerverbandes Oberthurgau bereit erklärt, das in Dussnang abgesagte Kantonale Schwingfest zu übernehmen. Nicht das grosse Drumherum, nicht das gewohnte Spektakel von Politik und Wirtschaft und auch nicht der grosse Rummel davor und danach stehen im Vordergrund.

Kampf um den Thurgauer Kranz

Das Thurgauer Kantonale Schwingfest wird in einer deutlich schlankeren Version ausgetragen. Das Hauptaugenmerk richtet sich ganz auf die Athleten, die nach langer Abstinenz den Zugang zu ihrem Sport wieder erhalten. Die Schwinger stehen im Zentrum und damit der Kampf Mann gegen Mann um den begehrten Thurgauer Kranz.

Erfreulich: Es wird kein Geisterschwingfest sein. Es dürfen Zuschauer dabei sein, allerdings – und so sehen es die Organisatoren vor – in einem bescheidenen Rahmen. Für einen grossen Event fehlt die Zeit. Am Fest wird mit einer Zuschauerzahl von rund 1000 Personen gerechnet. Zu berücksichtigen ist, dass in diesem Kontingent auch alle Verantwortlichen, Schwinger, Sponsoren, Helfer und Ehrengäste berücksichtigt sind.

Modernste Kommunikationstechnologie im Einsatz

Für die mediale Aufmerksamkeit werden grosse Anstrengungen unternommen. Für schwingfestbegeisterte Besucher, die – aus welchen Gründen auch immer – nicht daran teilnehmen können, besteht mit einem Livestream die Möglichkeit, der Veranstaltung beizuwohnen. Unter www.schwingen-live.ch erfahren sie alles Nötige, um am 25. Juli wenigstens virtuell in Amriswil zu sein. Auch eine App trägt dazu bei, dass Interessierte immer auf dem Laufenden sind.

Für Medienschaffende, die direkt vom Anlass berichten wollen, ist ein besonderes Akkreditierungsverfahren vorgesehen. Besondere Zeiten fordern auch in diesem Fall besondere Massnahmen. Die Organisatoren behalten sich das Recht vor, die Akkreditierten persönlich einzuladen. (red/st)