Sie holen für das Amriswiler Beach-Volleyballturnier Plan B aus der Schublade

Weil der Vorplatz des Einkaufzentrums Amriville bis Anfang Juli nicht fertig wird, müssen die Beachvolleyballer ins Tellenfeld ausweichen. Organisator und Sponsor wollen das Beste daraus machen.

Manuel Nagel
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Urs Schach und Tom Schnegg haben eine Lösung gefunden. (Bild: Manuel Nagel)

Urs Schach und Tom Schnegg haben eine Lösung gefunden. (Bild: Manuel Nagel)

Sand liegt bereits jetzt auf dem Vorplatz des Amriville – aber nicht unbedingt der Sand, den der Manager des Einkaufszentrums gerne hätte. «Leider wird der Platz nicht fertig auf den Beginn der Beachvolley-Woche am 5. Juli», sagt Urs Schach, «obwohl wir zu Beginn von der Bauleitung andere Signale bekommen haben».

Eigentlich hätte vor dem Amriville der Centercourt aufgebaut werden sollen – also der Hauptplatz der Beachvolleyballer, die vom 5. bis 10. Juli durch den Amriswiler Sand hechten. Mehr Plätze stehen den Sportlerinnen und Sportlern hinter der Sporthalle Tellenfeld zur Verfügung.

Nicht nur für die Besten

Auch Tom Schnegg, Organisator der Beach-Woche bedauert die Verzögerung, denn auf dem Centercourt mit Tribüne hätten nicht nur die Besten zum Einsatz kommen sollen. «Von den 13-jährigen Mädchen bis hin zu den semiprofessionellen Spielern, vom Firmenplausch bis zur Kategorie Familienplausch hätten sämtliche der 16 Kategorien hier im Zentrum einzelne Partien gespielt», sagt Schnegg.

Die Laufkundschaft fehlt im Tellenfeld

Somit muss die Premiere noch ein Jahr warten, denn künftig soll das kleine Beachvolley-Stadion immer vor dem Amriville sein, weil das Center Namenssponsor des Turniers ist.

«Und weil wir so auch Laufkundschaft haben», sagt Tom Schnegg, also Leute, die sich spontan eine Partie anschauen, weil sie gerade ihre Einkäufe getätigt haben. «Wer die Spiele bewusst sehen will, der kommt auch raus ins Tellenfeld», ist der Organisator überzeugt.

Der Marktplatz ist durch das Strassenfestival belegt

Zuerst hatte man im Kopf, den Centercourt vor dem Pentorama aufzubauen, weil der Marktplatz wegen des Strassenfestivals belegt ist. Davon sei man wieder abgekommen, sagt Schnegg: «Am Freitag und Samstag wäre das sicher attraktiv gewesen in der Nähe des Strassenfestivals, doch die anderen Tage wohl eher trostlos.»

Nun bauen die Verantwortlichen alles im Tellenfeld auf. «Es soll ein richtiges, kleines Beachdörfli geben», sagt Tom Schnegg. Dort sind nebst den Spielen zusätzliche Attraktionen geplant. Unter anderem eine Geschwindigkeitsanlage, mit der Kinder oder Erwachsene messen können, wie hart sie aufschlagen oder smashen.

Infrastrukturell wird es einfacher

Man wäre zwar lieber im Zentrum vor dem Amriville gewesen, sagt Schnegg mit Bedauern, doch er ist überzeugt, dass man auch auf dem Sportplatz Tellenfeld draussen «e gfreuti Sach» hinbekomme.

«Auch für uns Sponsoren ist es natürlich nicht ideal, dass der Event dort draussen stattfindet, doch mit der Infrastruktur wird es natürlich einfacher», sagt Urs Schach. Aber die Verluste in Werbung und Image würden bleiben. «Wir sind aber guter Dinge, dass die Leute auch ins Tellenfeld hinausgehen», sagt der Sponsor.

Ein Show-Match der Beachvolley-Legenden

Denn der Besuch lohnt sich definitiv. Für das Show-Match am Freitagabend konnte Schnegg die Olympioniken und Legenden des Schweizer Beachvolleyballs, Sascha Heyer und Martin Laciga, sowie Jefferson Bellaguarda aus Brasilien verpflichten. Schnegg versucht auch noch Martins Bruder Paul nach Amriswil zu locken. «Die zwei hatten seit vielen Jahren keinen öffentlichen Auftritt mehr zusammen», sagt Schnegg. Das würde dann auch für die Baustelle im Zentrum entschädigen.

www.beachvolley-woche.ch