Amerikanische Autoträume in Sulgen

Heiss, heisser, US-Car-Meeting – und das bereits zum 30. Mal mit über 800 Ami-Fahrzeugen. Tausende von Besuchern liessen sich einmal mehr diese Auffuhr an Exoten nicht entgehen.

Christoph Heer
Drucken
Das Mittagessen kann man auch gut auf der Hecklade eines äusserst seltenen Dodge RAM Daytona geniessen. (Bild: Christoph Heer)

Das Mittagessen kann man auch gut auf der Hecklade eines äusserst seltenen Dodge RAM Daytona geniessen. (Bild: Christoph Heer)

«Viel hat sich getan seit unserem ersten US-Car-Meeting 1990. Das wird mir dieser Tage einmal mehr bewusst, so ist die Zeit auch an unseren Clubmitgliedern nicht spurlos vorübergegangen. Wir von den ‹American Eagles› haben uns darum entschlossen, dass diese 30. Austragung die letzte unter unserer Leitung sein wird», sagt Vereinspräsident Iso Schwager. Aber noch einmal kümmert er sich am Sonntag um die vielen US-Cars, unzähligen Freunden und die Anliegen der Besucher. Der Verein sei müde von der ganzen Organisiererei, dem Aufbau, dem Treffen, dem Aufräumen und dem ganzen Drumherum, erklärt Schwager.

Die «American Eagles», mit ihren noch zehn Aktivmitgliedern, werden jedoch weiter bestehen. Und auch die Historie des weit über die Landesgrenzen hinaus bekannten US-Car-Meetings wird weitergeschrieben. Iso Schwager sagt, dass man in den «Street Billy’s» würdige Nachfolger gefunden habe. Schwager selbst hat alle 30 Meetings vor Ort miterlebt. «Nun freue ich mich auf nächstes Jahr, wenn ich das Meeting nur noch als Besucher geniessen kann.»

Dodge, Ford und Camaro

Es entwickelt sich am Sonntag auf dem grossen Gelände eine immer grösser werdende Gemeinschaft, gepaart mit amerikanischen Exoten. Limitierte und spezielle Editionen von Dodges, Fords, Chevrolets, Oldsmobiles oder Chrysler, es ist alles vor Ort, was Rang und Namen hat.

Oft sind es auch Fahrzeuge aus bekannten Fernsehserien, wie etwa «Knight Rider» oder «Cars», die als Fotosujets herhalten. Und trotz Hitze ist die Stimmung ausserordentlich friedlich und gelöst. Aussteller aus der ganzen Schweiz und dem nahen Ausland, feiern miteinander ihr ganz spezielles, ihr geliebtes Hobby. Einige bieten ihre Fahrzeuge auch zum Verkauf an, andere würden ihres nicht für alles Geld der Welt hergeben.

Im Gespräch mit zahlreichen Autobesitzern wird klar: Für sie sind es nicht bloss Autos, es ist ihr Lebensinhalt. Oft hört man zudem, wie viel Zeit und Geld man in «den amerikanischen Traum» gesteckt habe. So ist jedes einzelne Fahrzeug etwas Aussergewöhnliches. Prämiert wurden nebst anderen auch in diesem Jahr wieder das älteste Fahrzeug, die Originellsten in den jeweiligen Jahrgangsklassen, die weiteste Anreise, oder die beste optische Präsentation.

Aktuelle Nachrichten