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Am Qualifikationsturnier im Seeparksaal appellierte Peter Aeby: «Jasst für Arbon!»

Das Quintett, das bem Donnschtig-Jass die Romanshorner vom Tisch spielen soll, ist nominiert. Beim Qualifikationsturnier ist jedoch nicht alles rund gelaufen. OK-Mitglieder mussten wegen Absenten das Feld komplettieren.
Max Eichenberger
Konzentration im Seeparksaal-Foyer: Arbon nominiert seine besten Trümpfe für den Donnschitg-Jass. (Bild: Max Eichenberger)

Konzentration im Seeparksaal-Foyer: Arbon nominiert seine besten Trümpfe für den Donnschitg-Jass. (Bild: Max Eichenberger)

Die Anspannung in den Gesichtern ist unübersehbar im Foyer des Seeparksaals. Schliesslich geht es um die Ehre, Arbon am Donnschtig-Jass-am 11. Juli gegen Romanshorn in der Innerschweiz würdig zu vertreten. Wer heute die Selektion aus dem Feld von 32 Jasserinnen und Jassern schafft, muss dem Erwartungsdruck standhalten, die Nachbarn aus der Mocmoc-Stadt am grünen Jasstisch aus dem Feld zu schlagen. Nur dann winkt nämlich für Arbon die Chance, eine Woche später Austragungsort der beliebten SRF-Live-Sendung zu sein.

Mischa Vonlanthen, Leiter der Abteilung Finanzen der Stadt, ist überzeugt:

«Im Schaufenster der TV-Nation zu sein, brächte für Arbon einen enormen Werbe-Effekt»

Er amtet als Chef eines der Tische im Selektionsturnier. «Hier sind alles Top-Jasser versammelt. Egal mit wem: wir werden gewinnen!», verabreicht OK-Präsident Peter Aeby den Jassern eine Motivationsspritze.

Peter Aeby (Bild: Max Eichenberger)

Peter Aeby (Bild: Max Eichenberger)

Er und sein Team haben schon viel Aufwand in die Vorbereitung des anvisierten möglichen Jass-Festes am 28. Juli im Jakob-Zülig-Park investiert. «Zu 80 Prozent sind diese abgeschlossen.»

Am Dienstag habe ein Team des Schweizer Fernsehens das Areal beim Musikpavillon rekognosziert. «Noch diesen Monat bekommen wir den definitiven Layout-Plan.» Doch: es ist ein Eventual-Fall. Alles wäre nämlich für die Katz’, sollte Arbon im Jass-Wettstreit Romanshorn unterliegen. Also appelliert Aeby:

«Jasst für Arbon!»

Doch zunächst hat er andere Sorgen. Drei Plätze an den Tischen bleiben unbesetzt, als eigentlich die ersten Stiche schon gemacht werden sollten. Drei angemeldete Jasser sind nicht erschienen. Das wirft den Plan über den Haufen, stiftet Nervosität und lässt die Verantwortlichen rotieren. Fleissig wird herumtelefoniert. Zwei sind nicht erreichbar, einer hetzt um 19.23 Uhr an seinen Tisch.

Kurzerhand muss umdisponiert werden. OK-Mitglieder nehmen ambitionslos die Plätze der Abwesenden ein. «Ihr chöit loslaa», verkündet Andreas Balsiger in breitem Berndeutsch nach der Instruktion der Qualifikanten und Tischchefs mit einer halben Stunde Verspätung den Turnierstart. Balsiger war Präsident des Eidgenössischen Differenzler-Jass-Verbandes (EDJV), ist heute dessen Delegierter. Dank seines Knowhow’s ist ihm die Turnierleitung übertragen.

Begünstigungsversuch von Köbi Auer abgeblockt

Spasseshalber zückt da Polit-Urgestein Köbi Auer Banknötli und schiebt sie unter dem Tisch in Richtung Tischchef Alex Stojkovic. «Nix da», schmettert der Leiter der Abteilung Freizeit/Sport/Liegenschaften den Begünstigungsversuch ab: «Köbi würde ich sowieso nicht gewinnen lassen.» Alt Kaminfegermeister Heinz Haag hat sie alle erlebt: Monika Fasnacht, Roman Kilchsperger, Reto Scherrer und Kliby.

Auf den «Neuen» Rainer Maria Salzgeber würde er sich ebenso freuen. Doch es läuft nicht nach dem Gusto eines der Geheimfavoriten: «Mich hat’s dreimal verbrannt .» Und bei Halbzeit meint er ernüchtert: «Das kannst du nicht mehr aufholen, es ist gelaufen.» Nicht in die Karten blicken lässt sich Kurt Metter, Präsident der Seniorenvereinigung. Er ist konzentriert am Werk wie die internen Konkurrenten.

Ruedi Schwarz hat sich eine Getränkeflasche geholt: «Der Faktor Glück ist natürlich im Spiel», weiss er. Je nach Karten variiere dessen Anteil. «Vielleicht wäre es ‘anderewäg’ besser herausgekommen», resümiert derweil eine Teilnehmerin die letzte Spielrunde, während draussen die Abendsonne die Seeparkwiese gelb-grün erleuchtet.

15’000 Franken für einen Eventualfall

Gegen vier Stunden wird die Ausscheidung dauern. Peter Aeby hat das letzte grosse Stadtfest als OK-Präsident gestemmt. Nicht zuletzt deshalb ist Stadtrat Peter Gubser an ihn gelangt mit der Bitte, die Organisation des möglichen grossen TV-Auftritts der Stadt zu übernehmen.

Ausgestattet worden durch den Stadtrat ist das OK mit einem Budget von 15000 Franken. Gemäss Infrastrukturplan ist das Park-Areal für 3000 Zuschauer-Plätze ausgelegt. Ein grosses Zelt gäbe es nicht. Das ist nicht im Sinn von SRF. Dafür würde die Fernseh-Crew das Jass- und Showzelt aufbauen.

Den Show-Act, falls Arbon zum Zuge käme, kennt Aeby. Nennen darf er ihn aus vertraglichen Gründen noch nicht. Was er verraten kann: einen Auftritt der Arboner Veteranen-Metzger, die sich auch als Grilleure ins Zeug legen würden. Aeby sagt:

«150 Helfer suchen wir noch»

Zu vorgerückter Stunde ist dann eruiert, wer Arbon am 11. Juli in Giswil oder Kerns vertreten wird: Antonio Giordano als Telefonjasser, Karl Käppeli, Romy Meitz und als Jugendlicher der konkurrenzlose Noel Müller, der immerhin schon mal in der Handball-U-17-Nationalmannschaft Spitze ist. Als Ersatz ist Alfred Gehrer nominiert.

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