Altnauer haben künftig etwas mehr im Portemonnaie

Der Steuerfuss der Politischen Gemeinde Altnau sinkt um zwei Prozentpunkte, das Budget 2019 rechnet dennoch mit einem kleinen Gewinn. Die Gemeindeversammlung hat zudem alle Kredite von insgesamt 1,1 Millionen Franken genehmigt.

Nicole D'Orazio
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Der vordere Teil der Altnauer Moggenstrasse wird umgestaltet und saniert. (Bild: Andrea Stalder)

Der vordere Teil der Altnauer Moggenstrasse wird umgestaltet und saniert. (Bild: Andrea Stalder)

Die Finanzen der Politischen Gemeinde Altnau haben sich erholt. Von einer hohen Verschuldung konnte das Defizit in den letzten drei Jahren zu einer knapp geringen Verschuldung gesenkt werden. Eine Steuerfusssenkung von 62 auf 60 Prozentpunkte kann der Gemeinderat deswegen verantworten. Die 75 an der Gemeindeversammlung am Donnerstag anwesenden Stimmbürger hatten keine einzige Frage zum Budget 2019 und genehmigten es einstimmig. Dieses rechnet mit einem kleinen Gewinn von 30'000 Franken.

Hans Feuz, Gemeindepräsident von Altnau

Hans Feuz, Gemeindepräsident von Altnau

«Die Kosten im Bereich der Spitex steigen um 25 Prozent»

erläuterte Gemeindepräsident Hans Feuz. «Aber das ist gut. Wir wollen ja, dass die Leute länger zu Hause betreut werden können.» Für die in den kommenden Jahren anstehende Totalsanierung des Gasthauses Krone werde eine weitere Einlagerung von 100'000 Franken in den Erneuerungsfonds vorgenommen, sagte der Gemeindepräsident weiter. Zudem stehen unter anderem die Sanierung der Schiessanlage, die Umstellung auf die elektronische Geschäftsverwaltung sowie eine neue Gemeinde-Website auf dem Programm.

Die Moggenstrasse wird zu einem Teil saniert

Bei den fünf Kreditbegehren für insgesamt 1,1 Millionen Franken gab einzig die Sanierung und Umgestaltung der Moggenstrasse Süd etwas zu diskutieren. Ein Votant wollte das Projekt zurückstellen, weil durch ein anstehendes Bauprojekt die neue Strasse von den Lastwagen schon wieder beschädigt werden könnte, begründete er.

«Das Projekt könnte zurückgestellt werden. Jedoch haben wir dort eine Problematik mit der Verkehrsführung und der Geschwindigkeit. Es sollte etwas gemacht werden», sagte Feuz. Sollte man das Ganze aufschieben, müsste die Gemeinde wahrscheinlich einfach mobile Massnahmen ergreifen. Die Stimmbürger bewilligten den Kredit von 180'000 Franken anschliessend grossmehrheitlich.

Beim Mülibach werden Brücken angehoben

Beim Hochwasserschutz wird die erste Etappe für 315'000 Franken in Angriff genommen. Beim Mülibach müssen Brücken angehoben, Böschungen saniert und punktuell das Bachbett verbreitert werden. Des Weiteren bewilligte die Versammlung weitere 90'000 Franken für die Ortsplanungsrevision, eine Fotovoltaikanlage auf dem Werkhof (240'000 Franken) sowie die erste Etappe der Sanierung Weiert für 306'000 Franken.

Der Mülibach in Altnau: Zwecks Hochwasserschutz müssen einige Brücken angehoben und das Bachbett verbreitert werden. (Bild: Andrea Stalder)

Der Mülibach in Altnau: Zwecks Hochwasserschutz müssen einige Brücken angehoben und das Bachbett verbreitert werden. (Bild: Andrea Stalder)

Unbestritten war zudem das neue Unterhaltsreglement für Flur- und Waldstrassen und Entwässerungsanlagen. Die beiden entsprechenden Korporationen werden aufgelöst und in den Gemeindehaushalt integriert.

Der neue Kindergarten im Januar bezugsbereit

Auch die finanzielle Lage der Primarschulgemeinde Altnau hat sich entspannt. «Wir hoffen Ende 2019 schuldenfrei zu sein», sagte Schulpfleger Andreas Meyer an der Versammlung. Er konnte den 75 Stimmberechtigten für nächstes Jahr ein positives Budget präsentieren. Gerechnet wird mit einem Gewinn von rund 59000 Franken bei einem Steuerfuss von 62 Prozentpunkten. Die Versammlung genehmigte dieses einstimmig. Präsident Harry Lüthi-Gantenbein kündigte an, dass der neue Kindergarten in der Raiffeisen-Überbauung am 7. Januar definitiv bezogen wird. Es gab einige Verzögerungen. Neugierige könnten beim Adventsfenster am 3. Dezember den Kindergarten anschauen.