Altnau
So verlief die Gemeindeversammlung unter freiem Himmel

Die Stimmberechtigten der Primarschule und Politischen Gemeinde Altnau haben am Samstagmorgen den Vorhaben von Schule und Gemeinde grünes Licht gegeben.

Hana Mauder Wick
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Die beiden Präsidenten vor dem Sekundarschulhaus: Harry Lüthi und Hans Feuz.

Die beiden Präsidenten vor dem Sekundarschulhaus: Harry Lüthi und Hans Feuz.

Bild: Hana Mauder Wick

Im gedeckten Aussenbereich des Sekundarschulhauses stehen die Stühle coronakonform in Reih und Glied. 49 Stimmberechtigte sowie sechs Gäste nehmen an der Open-Air-Gemeindeversammlung in Altnau ihre Plätze ein. «Wir haben den Anlass im Freien nicht gewählt, um aufzufallen», stellt Gemeindepräsident Hans Feuz klar. «Sondern weil der Aufwand mit den nötigen Auflagen in der Schwärzihalle zu gross gewesen wäre.»

Den Auftakt macht Primarschulpräsident Harry Lüthi. Zügig führt er durch die einzelnen Traktanden. Die Erfolgsrechnung schliesst mit einem Plus von 504'316 Franken. Die geplante Schulraumerweiterung ist auf gutem Weg: Das Siegerprojekt «Papillon» wurde kürzlich der Öffentlichkeit vorgestellt. «Im November werden wir einen Baukredit von 3,8 Millionen Franken beantragen», sagt Lüthi. Die Versammlung bewilligt einstimmig die Vorfinanzierung von 470'000 Franken für die Schulraumerweiterung sowie weitere 30'000 Franken für Informatikanlagen.

Die Gemeinde hat heimische Sträucher gratis abgegeben

Danach übernimmt Gemeindepräsident Hans Feuz die Leitung der Versammlung: Er erläutert den Anwesenden relevante Arbeitsziele. Einige Worte widmet er dem Thema «Altnau naturnah»: Die Gemeinde hat den Bürgern kostenlos einheimische Stauden und Gewächse zur Verfügung gestellt, um die Biodiversität zu steigern. «Ich hoffe, sie alle haben fleissig gepflanzt.»

Von der Natur im Dorf zum Restaurant am See: Nach Jahren der Abklärungen und dem im November bewilligten Kredit von rund 6,6 Millionen Franken sei das Projekt Krone-Areal auf einem guten Weg. «Ich hoffe, Sie alle haben ihr Büchlein mitgebracht. Wir haben hier keinen Beamer zur Verfügung», stellt der Gemeindepräsident fest. Und so blättern sich die Bürger ganz nach alter Schule durch die einzelnen Positionen der Jahresrechnung.

Bei so schwarzen Zahlen keine schwere Sache: Die Finanzen präsentieren sich mit einem Plus von rund 550'000 Franken auf einem soliden Fundament. Die Bürger bewilligen zudem eine Vorfinanzierung für die Sanierung der Wuhrwiesenstrasse in der Höhe von 400'000 Franken.