Altnau-Güttingen-Münsterlingen
«Wir sind überrascht über dieses gute Ergebnis»: Mehreinnahmen bei den Steuern führen zu erfreulichem Plus bei der Katholischen Kirchgemeinde

Die Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen genehmigt die Rechnung 2020 – sie schliesst rund 400'000 Franken besser ab als budgetiert.

Barbara Hettich
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Kirchenpräsident Otto Braun überreicht Katechetin Beatrice Stäheli einen Blumenstrauss zu ihrem 15-Jahr-Jubiläum.

Kirchenpräsident Otto Braun überreicht Katechetin Beatrice Stäheli einen Blumenstrauss zu ihrem 15-Jahr-Jubiläum.

Bild: Barbara Hettich

«Sorgt Euch nicht um Morgen, denn der Morgen hat seine eigenen Sorgen» – nach diesen positiven Gedanken von Pater Josef Gander startet die Versammlung der Katholischen Kirchgemeinde Altnau-Güttingen-Münsterlingen am Montagabend in die Debatte zur Rechnung 2020.

Zu debattieren gibt es allerdings nicht viel, die Ausführungen von Pflegerin Christina Dünner wurden wohlwollend zur Kenntnis genommen, denn die Rechnung 2020 schliesst mit einem erfreulichen Plus von rund 346'000 Franken ab, dies bei einem Gesamtaufwand von rund 1,77 Millionen Franken. Kirchenpräsident Otto Braun sagt:

«Wir sind sehr überrascht über dieses gute Ergebnis.»

Die Vorsteherschaft hatte im Budget 2020 mit einem Defizit von knapp 53'000 Franken gerechnet, Hauptgrund für die Differenz von rund 400'000 Franken zur Rechnung sind höhere Steuererträge.

Einstimmig wird die Rechnung von den 38 anwesenden Stimmberechtigten genehmigt. Vom Ertragsüberschuss gehen 6000 Franken an das Projekt «Urpi Wasi» in Peru, 6000 Franken an die Notherberge Thurgau und auf Antrag einer Versammlungsteilnehmerin 6000 Franken an die Caritas Thurgau. 100'000 Franken werden zur Vorfinanzierung für zusätzliche Parkplätze bei der Klosterkirche Münsterlingen verwendet.

In Liegenschaften investieren

Die Versammlung genehmigt zudem einen Kredit über 17'500 Franken für eine Akustikanlage in der Kirche Altnau. Die Baukostenabrechnung für die Renovierung des katholischen Pfarrhauses in Altnau wurde zur Kenntnis genommen. Anstelle der veranschlagten 191'000 Franken wurden lediglich 146'837 Franken ausgegeben.

Eine Versammlungsteilnehmerin bemängelte allerdings, dass in dem ehemaligen Pfarrhaus keine Familie, sondern eine WG wohne. Man habe das Haus ausgeschrieben, eine Familie habe sich bei der marktkonformen Kaltmiete von 2100 Franken nicht gemeldet, so die Erklärung. Christina Dünner erklärt:

«Weil das Haus zu unserem Finanzvermögen gehört, dürfen wir dieses, rechtlich gesehen, nicht günstiger vermieten.»

In diesem Jahr wird im Pfarrhaus in Güttingen renoviert. Zudem sei die Baubewilligung für den Liftzugang zur Klosterkirche Münsterlingen eingetroffen. Die Arbeiten sollen jetzt ausgeschrieben werden. Auch für die Innenrenovation der Kapelle Landschlacht habe man die Genehmigung erhalten. Weiter informierte der Kirchenpräsident, dass ein verstorbener Kirchbürger in seinem Testament die Kirchgemeinde berücksichtigt habe. Man werde einen Betrag von rund 200'000 Franken erhalten, der zweckgebunden für die Kapelle Landschlacht einzusetzen sei.

Langjähriges Engagement

Frieda Keller hat sich während 15 Jahren um die Seniorinnen und Senioren gekümmert, seit dem 31. März ist sie pensioniert. Beatrice Stäheli engagiert sich seit 15 Jahren als Katechetin für die Jüngsten in der Kirchgemeinde «und wird dies hoffentlich auch noch lange tun», sagt Otto Braun. Er ehrt die beiden Frauen für ihr langjähriges Engagement.