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Als Amriswil ein eigenes Seminar erhielt

Verena Hefti war Gast im Ortsmuseum. Die Mitbegründerin des Kindergärtnerinnenseminars erzählte vom Zustandekommen der Ausbildungsstätte und von den darauffolgenden Jahren.
Yvonne Aldrovandi-Schläpfer
Verena Hefti hat das Kindergärtnerinnenseminar in Amriswil gegründet und geleitet. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Verena Hefti hat das Kindergärtnerinnenseminar in Amriswil gegründet und geleitet. (Bild: Yvonne Aldrovandi-Schläpfer)

Beinahe wie ein Ehemaligentreffen sei es, sagte Ortsmuseumspräsident Eugen Fahrni bei seiner Begrüssung. Er freute sich, dass sich ein zahlreiches Publikum am Sonntagnachmittag im Ortsmuseum eingefunden hatte. Ein Grossteil der Anwesenden waren ehemalige Seminaristinnen, Lehrpersonen und Angestellte des einstigen Kindergärtnerinnenseminars Amriswil KSA. Gasterzählerin war Verena Hefti, die Mitbegründerin und erste Leiterin des KSA.

Verena Hefti ist in Frauenfeld aufgewachsen und lebt seit über 40 Jahren in Amriswil. Eigentlich wollte sie sich für eine kaufmännische Ausbildung entscheiden. Sie spürte dann aber bald, dass ihre Fähigkeiten im kreativen und pädagogischen Bereich liegen. Nach der erfolgreich abgeschlossenen Kindergärtnerinnenausbildung übte sie ihren Beruf zuerst in Sirnach und dann in Wil aus. Daneben bildete Ve-
rena Hefti Praktikantinnen aus und erteilte Berufskundeunterricht. In diese Zeit fielen auch die Ausbildung zur Heilpädagogin sowie jene zur Methodiklehrerin und Elternbildnerin.

Ein eigenes Seminar gründen

Verena Hefti hatte sich mit initiativen Amriswilern zusammengetan, um ein Konzept für ein eigenes Kindergärtnerinnenseminar zu erarbeiten. Ende 1974 wurden das Budget sowie der Betrag für das Seminar genehmigt. Eine Seminarkommission, mit Hansjörg Litscher als Präsident und Verena Hefti als Schulleiterin, sowie eine Prüfungskommission wurden gegründet. Ein Jahr später öffnete das KSA seine Tore. Bis dahin wurden die Thurgauer Kindergärtnerinnen unter anderem in Ebnat-Kappel und St. Gallen ausgebildet.

Über 100 Bewerberinnen für 24 Plätze

Über 100 junge Frauen hatten sich für die 24 Ausbildungsplätze am KSA gemeldet. Ausgewählt wurde durch eine Eignungs- und eine Theorieprüfung. «Weil wir keinen kantonalen Gesetzen unterstellt waren, konnten wir ungewohnte Wege gehen. So gab es unter anderem Wortzeugnisse anstelle von Noten, promotionsrelevante Eignungsmerkmale und Schülerinnenmitbestimmung», erklärte Verena Hefti damalige Besonderheiten am KSA.

Zweiter Standort für den Kanton Glarus

Bereits knapp zwei Jahre nach der Gründung wurde die Ausbildung am KSA vom Schweizerischen Kindergartenverein anerkannt. Der Kanton Glarus sogar entschied, das KSA zur zweiten offiziellen Ausbildungsstätte für Glarnerinnen zu machen. Am KSA wurden ausserdem regelmässig junge Frauen aus den Kantonen Appenzell, St. Gallen und Zürich ausgebildet. «Der Ruf des KSA war in der Fachwelt sehr gut, in Amriswil jedoch teilweise etwas zwiespältig», sagte die Gasterzählerin. Denn die manchmal hippiemässig gekleideten Seminaristinnen, was damals zwar nicht aussergewöhnlich war, hätten die Bevölkerung teils irritiert.

1986 löste sich Verena Hefti vom KSA und wagte einen neuen beruflichen Schritt. Sie trat eine Stelle als Programmverantwortliche für die Ausbildung zur Gesundheitsschwester im Fachbereich Mütterberatung in Zürich an und übernahm zudem freiberufliche Beratungs- und Schulungsaufträge.

Das KSA wurde 2005 aufgehoben und ging dann in die Pädagogische Maturitätsschule Kreuzlingen über.

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