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Altnauer bauen Höhlen für Wiesel

Das Wiesel ist bei uns ein selten gesehenes Raubtier. Um seine Population zu fördern und ihm Unterschlupf zu bieten, baut der Natur- und Vogelschutz Altnau und Umgebung Wieselburgen.
Daniela Ebinger
Beat Sauter, Stefan Hugentobler und Beat Leuch beim Bauen der Wieselburg. (Bild: Daniela Ebinger)

Beat Sauter, Stefan Hugentobler und Beat Leuch beim Bauen der Wieselburg. (Bild: Daniela Ebinger)

Wie «es flinks Wiseli» tragen sieben Frauen und Männer des Natur- und Vogelschutzvereins Altnau und Umgebung grössere und kleinere Äste zusammen und legen sie zu einem Asthaufen übereinander. Dieser soll dem Mauswiesel und dem Hermelin als Unterschlupf und Aufzuchtkammer dienen. «Früher gab es solche Bauten in der Natur auf natürliche Weise, aber heutzutage muss alles fein säuberlich aufgeräumt sein und somit fehlt dem Wiesel Lebensraum», sagt Beat Leuch und schleift den nächsten grossen Ast herbei.

Vor einiger Zeit hat der Präsident des Vereins beim Scheibenwall des 300-m-Schiesstandes ein Mauswiesel beobachtet. «Daraus schliessen wir, dass es hier eine Population gab oder gibt.»

Für die Natur etwas bewegen

Mauswiesel und Hermeline werden immer seltener gesichtet. So sei die Idee für eine Aufwertung derer Lebensräume entstanden und im Verein besprochen. Beat Leuch sagt:

«Wir wollen nicht einfach ein Verein sein, sondern für die Natur etwas bewegen und bewirken»

Viel erfuhren die Vereinsmitglieder an der Jahresversammlung im Referat von Cristina Boschi, Präsidentin Wieselnetz, über die Mardergattung Wiesel und Hermelin.

«Mauswiesel und Hermeline sind Feld- und nicht Wald- oder Siedlungsbewohner» sagt Leuch. Für Bauern seien die Tierchen wertvoll, da sie hervorragende Mäusejäger sind. Sie zählen zu den kleinstesn Raubtieren der Schweiz. Wobei das Hermelin mit seinem weissen Winterfell grösser ist, als das braune Mauswiesel mit weissem Hals und Bauch.

Ein Mauswiesel. (Bild: Getty)

Ein Mauswiesel. (Bild: Getty)

Das naturbelassene Grundstück Wolfig beim Scheibenwall schien für das Projekt Wieselburg geeignet. Der Verein fragte bei der Gemeinde Altnau an und stiess auf wohlwollende Ohren. Vier solcher speziell aufgebauten Asthaufen sind seit Samstag angelegt. Yvonne Liechti sagt:

«Wir hoffen, dass die Höhlen in Ruhe gelassen werden und auch Hundehalter ihre Vierbeiner davon fern halten, um den Wildtieren ihren Raum lassen»

Pfotenabdruck mit präpariertem Spurenbrett feststellen

Unter einer der Wieselburgen haben die Helfer aus Brettern einen Durchgang gebaut. «Jetzt lassen wir das Ganze ruhen und nach rund zwei Monaten legen wir ein präpariertes Spurenbrett hinein», sagt die Aktuarin. Dies sei am Anfang und Ende mit Packpapier belegt und habe in der Mitte einen mit Tinte getränkten Fliess. So können Pfotenabdrücke der verschiedenen Tiere festgestellt werden.

Ein weiteres Projekt mit solchen Wieselburgen darf der Verein nächsten Samstag in Lengwil beim extensiv genutzten Grundstück Bachhof realisieren. Interessierte dürfen sich gerne beim Verein melden.

https://nvs-al.ch/

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