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Nach dem Prager Frühling wurde sie alleine in die Schweiz geschickt

Vor einem halben Jahrhundert rollten sowjetische Panzer durch Prag. Den historischen, den gesellschaftlich-kulturellen und auch ganz persönlichen Folgen widmet sich die Kreuzlinger Woche der Erinnerung.
Urs Brüschweiler
Stadträtin Dorena Raggenbass, VHS-Präsident Jürg Morf, Rosenegg-Museumsleiterin Yvonne Istas und Jaromira und Ottokar Kirstein haben für die Themenwoche «50 Jahre Prager Frühling» ein vielseitiges Programm zusammengestellt. (Bild: Andrea Stalder)

Stadträtin Dorena Raggenbass, VHS-Präsident Jürg Morf, Rosenegg-Museumsleiterin Yvonne Istas und Jaromira und Ottokar Kirstein haben für die Themenwoche «50 Jahre Prager Frühling» ein vielseitiges Programm zusammengestellt. (Bild: Andrea Stalder)

Jaromira Kirstein ist nicht die Einzige. Es gibt einige bekannte Kreuzlinger Persönlichkeiten, die ihre Wurzeln in der einstigen Tschechoslowakei haben und vor 50 Jahren in der Schweiz eine neue Heimat gesucht und gefunden haben. «Wir wurden hier grossherzig aufgenommen. Dafür sind wir heute noch dankbar», sagt Jaromira Kirstein. 19 Jahre alt war sie zur Zeit des «Prager Frühlings». Sie lebte in Brünn und erlebte ihr Land vor dem Einmarsch der Sowjettruppen als ziemlich liberal.

«Wir wussten nicht, was auf uns zukommen wird.»

Doch danach schickte sie ihre Mutter in die Schweiz. «Wir wussten nicht, was auf uns zukommen wird», erzählt Jaromira Kirstein. Der Rest ist Geschichte, und an diese soll ein halbes Jahrhundert später zurückgedacht werden. Und zwar in verschiedensten Veranstaltungen. Jaromira Kirstein initiiert in Zusammenarbeit mit der Stadt Kreuzlingen, dem Museum Rosenegg und der Volkshochschule Kreuzlingen eine Woche der Erinnerung in Kreuzlingen unter dem Titel «50 Jahre Prager Frühling und die Immigration der Tschecho-Slowaken in die Schweiz».

Ein buntes Programm

«Die Geschichte spiegelt sich auch in Musik und Literatur», sagt Stadträtin Dorena Raggenbass. Die Auswahl an Aspekten für die Gedenkwoche sei riesig gewesen.

  • Los geht es am 26. Mai, 19 Uhr, im Trösch mit einem Vortrag von Jörg Kral über den Prager Frühling und seine Folgen, die auch in der Schweiz spürbar wurden. An dem Abend, der von Jaromira Kirstein moderiert wird, sind die slowakische Botschafterin Andrea Elscheková Matisová und Pavel Bednář von der tschechischen Botschaft zu Gast. Dazu gibt es eine Fotoausstellung.
  • Am 27. Mai, 17 Uhr, liest Literaturpreisträgerin Irena Brežná im Museum Rosenegg aus ihrem Buch «Die undankbare Fremde».
  • Die VHS nähert sich mit einem Vortrag von Ulrich Schmid dem Thema. Er referiert am 30. Mai, 19.30 Uhr, im Torggel Rosenegg über den «Prager Frühling, Moskauer Frost, westeuropäischer Regen – das gescheiterte Experiment eines Sozialismus mit menschlichem Antlitz.»
  • Im Rathaus wird am 1. Juni, 19 Uhr, der Film über tschechoslowakische Flüchtlinge «Wir und das Matterhorn, das Matterhorn und wir» gezeigt. Regisseur Bernard Šafařík ist mit dabei und diskutiert mit dem Publikum.
  • Vom 28. bis 30. Mai sind im Trösch jeweils von 16 bis 19 Uhr Dokumentarfilme und Fotos zu sehen.
  • Vom 26. Mai bis am 1. Juni zeigt das Rosenegg die Ausstellung «Freiheit, die ich meine», die zeigt, wie Künstler Boleslav Kvapil den Prager Frühling in seinem Werk verarbeitet hat.
  • weitere Infos unter www.museumrosenegg.ch

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