BISCHOFSZELL
Kopf-an-Kopf-Rennen in der Bitzihalle: Alle gegen den Stadtpräsidenten

Regierungspräsidentin Monika Knill lud an der Bundesfeier in Bischofszell zu einem lustigen Quiz ein. Stadtpräsident Thomas Weingart vertrat dabei die Rosenstadt, das Publikum im Saal die restliche Schweiz.

Georg Stelzner
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Monika Knill stellt die Besucher der Bundesfeier mit Fragen über die Schweiz und die Stadt Bischofszell auf die Probe.

Monika Knill stellt die Besucher der Bundesfeier mit Fragen über die Schweiz und die Stadt Bischofszell auf die Probe.

Bild: Reto Martin (Bischofszell, 1. August 2021)

Nein, zu gewinnen gab es nichts. Es ging beim Ratespiel «Uri, Schwyz und Bischofszell», mit dem Regierungspräsidentin Monika Knill am Sonntagvormittag die Besucher der Bundesfeier in der Bitzihalle überraschte, «nur» um die Ehre.

Kompliment für Bürgerservice während der Pandemie

Als Vorbild für das Quiz, bei dem es Stadtpräsident Thomas Weingart gleich mit dem ganzen Saal aufnehmen musste, diente eine frühere Sendung von Radio SRF3. Der Idee lag aber auch Monika Knills Absicht zugrunde, auf die übliche politische Lagebeurteilung verzichten zu wollen:

«Ich muss gestehen, dass ich am heutigen Festtag keine Lust auf solche Einschätzungen oder Pandemieworte habe.»

Die Politikerin traf mit dieser Aussage wohl den Nerv vieler Leute im Saal.

Bevor der friedliche Wettstreit begann, streute Knill den Gastgebern Rosen: «Während andere Gemeinden ihre Öffnungszeiten einschränkten und coronabedingt die Schalter geschlossen hatten, war Bischofszell in der Krise umso stärker für die Bevölkerung präsent.» Und Monika Knill verriet:

«Das hat mir Eindruck gemacht.»

Ein Staatskundeunterricht der humorvollen Art

Im Laufe des Ratespiels hatten beide Seiten je vier unterschiedliche Fragen zu beantworten, wobei immer zwei Lösungen zur Auswahl standen. Abgesehen vom spannenden Verlauf wurden dabei auch interessante Fakten vermittelt.

So wissen jetzt alle Besucher der Bundesfeier, dass in Bischofszell etwas mehr Männer als Frauen wohnen, dass sich der Thurgauer Regierungsrat in seinen Sitzungen des einheimischen Dialekts bedient, und dass in der Schweiz, statistisch gesehen, jeder Einwohner pro Jahr 110 Liter Mineralwasser trinkt. Das Quiz entwickelte sich zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen, das Thomas Weingart in der vierten und letzten Runde mit 3:2 für sich entscheiden konnte.

Die Regierungspräsidentin rief am Ende dazu auf, sich auch über die Erfolge anderer zu freuen und Aufgaben motiviert und frohen Mutes anzupacken, denn erledigt werden müssten sie sowieso. Für den beschwingten Ausklang der Feier sorgte ein Quartett der Fidelen Humpa Spatzen.

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