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Aggloprogramm Kreuzlingen-Konstanz: «Es gibt noch Hausaufgaben»

Der Prüfbericht des Bundes zum Agglomerationsprogramm 3 sieht Verbesserungen beim Langsamverkehr. Er bemängelt aber das Fehlen eines grenzüberschreitenden Gesamtverkehrskonzeptes.
Kurt Peter
Blick auf die Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

Blick auf die Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz. (Bild: Margrith Pfister-Kübler)

«Wir sind erfreut, dass der Bund auch im Agglomerationsprogramm 3 bereit ist, Massnahmen mit 35 Prozent Beteiligung zu finanzieren», erklärt Markus Thalmann, Präsident des Vereins Agglomeration Kreuzlingen-Konstanz. Der Prüfbericht des Bundesamtes für Raumentwicklung liegt seit Mitte September vor. Er zeigt zahlreiche Massnahmen aus der A-Liste auf, die vom Bund mitfinanziert werden. Unter anderem eine neue Velostation beim Bahnhof Konstanz, bauliche Massnahmen beim Hafenbahnhof und Sanierungen von Unfallschwerpunkten. In Kreuzlingen sind dies die Kreisel Remisbergplatz, Rebstockplatz und Bahnhofstrasse-Konstanzerstrasse.

Warten auf die S-Bahn-Studie

Mit pauschalen Bundesbeiträgen werden der Radweg Tägerwilen-Lengwil, der Fuss- und Radweg Helvetiaplatz-Seestrasse, die Kreuzlingerstrasse vom Schnetztor bis zum Hauptzoll und in der Folge bis zum Helvetiaplatz als A-Massnahmen unterstützt. «Zurückgestuft» hat der Bund das neue Parkhaus Hafenbahnhof. Der Reifegrad sei ungenügend, begründet der Bund: «Es wird nicht klar aufgezeigt, wie mit P+R und den auf dem Gebiet vorhandenen oberirdischen Parkplätzen umgegangen wird. Dies soll im Rahmen eines Gesamtverkehrskonzepts beziehungsweise Parkierungskonzepts geklärt und erläutert werden. Markus Thalmann hält fest, «dass dies gegen unseren ausdrücklichen Wunsch geschehen ist». Das fehlende Gesamtverkehrskonzept wird vom Bund klar bemängelt. «Das sind die Hausaufgaben, die wir noch erledigen müssen», ist sich Thalmann bewusst. Der Prüfbericht führt aus, dass «das Programm nicht aufzeigt, wie das Agglomerationszentrum vom Verkehr entlastet und eine Modal-Split-Verschiebung erreicht werden kann». Im Bereich des öffentlichen Verkehrs könnten wegen der noch nicht abgeschlossenen S-Bahn-Studie keine Aussagen zur Verbesserung des Angebotes gemacht werden, heisst es weiter.

Einen Schritt auslassen

Das Programm zeige insbesondere nicht auf, wie die Verkehrsfrage für den motorisierten Individualverkehr mit einem griffigen Parkierungskonzept und einem flächendeckenden Verkehrsmanagement reduziert werden könne, heisst es im Prüfbericht. Im Siedlungsbereich würden die Vorgaben des kantonalen Richtplanes eingehalten. «Die Massnahmen bleiben jedoch sehr generell und konkretisieren die Vorgaben des Richtplanes kaum. Längerfristig werden Neueinzonungen vorgesehen, obwohl die Agglomeration von einem tiefen Szenario betreffend Bevölkerungsentwicklung ausgeht», heisst es wörtlich. Für Agglomerationsvereinspräsident Markus Thalmann sind diese aufgezeigten Schwächen die Aufgaben, die zu lösen seien. Er geht daher nicht davon aus, dass «wir uns am Agglomerationsprogramm 4 beteiligen werden, obwohl das letzte Wort noch nicht gesprochen ist». Neben dem zeitlichen Aufwand für die Klärung der vom Bund bemängelten Punkte gebe es noch viel Nachholbedarf aus dem Agglomerationsprogramm 2. Realistischer ist für den Vereinspräsidenten dann die Teilnahme am Agglomerationsprogramm 5, dessen Eingabe bis Ende 2025 zu erfolgen hat.

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