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Ärger wegen Fettspritzern, ungekühltem Fleisch und Platzproblemen an der Wega

Ein Grillstand fällt an der Wega negativ auf, weil die Betreiber zu viel Platz brauchen und Fleisch ungekühlt lagert.
Sabrina Bächi
Hamburgerfleisch wird ungekühlt unter dem Grill gelagert. Wie lange das Fleisch dort lag, ist nicht bekannt. (Bild: PD)

Hamburgerfleisch wird ungekühlt unter dem Grill gelagert. Wie lange das Fleisch dort lag, ist nicht bekannt. (Bild: PD)

Für fünf Franken preist ein kleiner Stand an der Rathausstrasse seine Waren an. Klingt verlockend. Die Schlange ist entsprechend gross und die Betreiber hinter dem Grill schwer beschäftigt. Doch alle sind nicht glücklich über den Stand. Denn der Grill spritzt und eine grosse Fettwolke zieht an die benachbarten Stände.

Der Schmuckstand versucht mit einer weissen Blache und der Vitrine sein kostbares Gut zu schützen. Aber es nützt nichts. «In meinem Wagen kann ich anfassen was ich will, es ist alles fettig», sagt René Meyer, Verkäufer am pa-so Stand. Er hat den Missstand bereits am Freitag bei der Messeleitung gemeldet. Getan hat sich nichts.

«Wir können das nicht verhindern», sagt Gregor Wegmüller, Messeleiter der Wega. Meyer ist verärgert. «Warum muss ich eine Blache aufhängen anstatt dass die Messeleitung den Verursacher rügt? Einen Spritzschutz müsste doch mindestens an diesem Grill angebracht sein», sagt Meyer. Wegmüller und sein Team werden auf kommendes Jahr dieses Problem anschauen, verspricht er.

Imbissbude braucht zu viel Platz

Doch das ist nicht alles. Auch der Nachbar auf der anderen Seite, Andi Hoffmann von Eventrisotto, beklagt sich über den Imbissstand. Zum einen breiten sich die Standbetreiber auch auf seiner Fläche aus. «Von der Wega gibt es Regeln. Dort drin heisst es ganz klar, dass man den Platz des Nachbars nicht mitbenutzen darf», sagt Hoffmann. Er habe sich am Samstag mit der Messeleitung in Verbindung gesetzt, passiert ist jedoch erst am Montagmorgen etwas.

Gregor Wegmüller hat mit den Imbissstandbetreibern das Gespräch gesucht. Die Waren sind nun mehrheitlich vom Stand des Risottoverkäufers weggeräumt. «Allenfalls müssen die Imbissbetreiber nachzahlen, weil sie mehr Platz brauchten. Wir haben ihnen auch gesagt, dass sie nächstes Jahr einen grösseren Stand mieten müssen», sagt der Messeleiter.

Hoffmann hat sich aber auch über die Kundschaft der Imbissbude geärgert. «Dafür können die Betreiber sicher nichts, aber ich habe die wartenden Personen gebeten, etwas Platz zu machen, damit auch noch an meinen Stand Kundschaft kommen kann. Als Antwort bekam ich Beleidigungen zu hören.»

Hamburgerfleisch ungekühlt gelagert

Damit aber nicht genug. Hoffmann wie Meyer haben beobachtet, dass die Imbissbude etwa das Hamburgerfleisch tagsüber ungekühlt unter dem Grill lagerte. Auch von Wega-Besuchern gelangten solche Meldungen an die Redaktion. Obwohl das Lebensmittelinspektorat vor Ort war, hat sie diesen Stand bisher nicht beanstandet, sagt Wegmüller.

Auf Nachfrage bei den Imbissbudenbetreibern heisst es, dass sie einen Kühlschrank besitzen. Dieser befindet sich innerhalb des Standes. Das Fleisch sei daher gekühlt gelagert worden. Allerdings hätten sie samstags und sonntags bei dem grossen Andrang an Kundschaft mehr Fleisch im Stand lagern müssen, da sie das Personal am Grill brauchten und nicht ständig nachliefern konnten. Das Fleisch sei frisch.

Nachforschung dieser Zeitung zeigen jedoch, dass das Fleisch, zumindest zeitweise, ausserhalb des Kühlschranks gelagert worden ist. Wie lange, ist nicht nachzuvollziehen.

Lebensmittelinspektorat überprüft Stichproben

Das kantonale Lebensmittelinspektorat hat an der Wega unterschiedliche Stände untersucht. «Wir kontrollieren risikobasiert und nehmen Stichproben», sagt Davide Degiorgi, Leiter des Lebensmittelinspektorats. Fleisch werde vor Ort mit Temperaturmessungen untersucht und müsse gemäss Herstellerangaben gelagert werden.

«Der Betreiber ist letztlich für die Lebensmittelsicherheit zuständig, wenn wir Verletzungen der Hygieneverordnung feststellen, muss der Betreiber die Mängel beheben oder darf die Lebensmittel nicht mehr verkaufen.»

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