Zwei Fälle von Hasenpest im Landkreis Konstanz

Am Schienerberg bei Wangen und zwischen Markelfingen und Allensbach ennet der Schweizer Grenze wurden zwei tote Feldhasen gefunden. Sie sind an der Hasenpest gestorben. Nicht nur Hasen können sich mit der Tularämie anstecken.

Maya Mussilier
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Ein Feldhase. (Bild: Susann Basler)

Ein Feldhase. (Bild: Susann Basler)

Bei zwei toten Feldhasen im Landkreis Konstanz wurde die Infektionskrankheit Hasenpest (Tularämie) festgestellt, wie der «Südkurier» berichtet. Ein Tier sei am Schienerberg bei Wangen, das zweite zwischen Markelfingen und Allensbach gefunden worden. Bei der Hasenpest handelt es sich um eine Krankheit, die bakteriell ausgelöst wird. Die Mehrzahl der erkrankten Tiere würde nach Angaben des Veterinäramtes innerhalb von zwei Wochen an einer Blutvergiftung sterben.

Laut Bericht kann die Krankheit auch andere Nagetiere wie Mäuse, Ratten oder Eichhörnchen sowie Wildwiederkäuer, Fleischfresser und Vögel gefährden. Grundsätzlich sei auch eine Übertragung auf den Menschen möglich. Infizieren könnten sich diese durch den Kontakt mit toten oder erkrankten Tieren, durch Einatmen infizierter Stäube, den Verzehr kontaminierter Lebensmittel oder Wasser sowie durch Mücken- oder Zeckenstiche.

Tote oder kranke Tiere nicht berühren

Deshalb rate das Veterinäramt und das Gesundheitsamt des Landratsamtes Konstanz, tot aufgefundene Feldhasen und lebende Tiere, die sich auffällig verhalten nicht zu berühren, sondern die Behörden und Fachleute zu informieren.

Besonders Jäger seien dazu angehalten, Schutzmassnahmen einzuhalten, heisst es im Bericht. Laut Veterinäramt können grippeartige Symptome wie Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber, Schüttelfrost und Mattigkeit auf eine Ansteckung hinweisen. An der Eintrittsstelle entwickelt sich ein Hautgeschwür, die Lymphknoten schwellen stark an und vereitern. (red)

Hasenpest breitet sich stark aus

Die Hasenpest ist in der Schweiz seit 2015 auf dem Vormarsch. Von 31 gemeldeten Fällen in den Jahren 2010 bis 2016 stieg die Zahl 2017 mit 129 Meldungen auf mehr als das Vierfache. Regional gibt es Unterschiede.