Abtimmung
Berg bleibt die steuergünstigste Gemeinde im Bezirk

Trotz eines prognostizierten Defizits belassen die Stimmberechtigten den Steuerfuss bei 42 Prozent.

Mario Testa
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Ein Bild aus besseren Tagen: Gemeindeversammlung im 2020.

Ein Bild aus besseren Tagen: Gemeindeversammlung im 2020.

Bild: Mario Testa

Am Sonntag hat in Berg eine Urnenabstimmung anstelle der Gemeindeversammlung stattgefunden. Laut einer Mitteilung der Gemeinde haben 482 der 2327 Stimmberechtigten an der Abstimmung teilgenommen. Haupttraktandum war das Budget 2021. Der Gemeinderat rechnet für dieses Jahr mit einem Defizit von rund 310000 Franken.

«Die Reduktionen in einigen Sparten genügen nicht, um den steigenden Aufwand für die Soziale Sicherheit, die Gesundheit und Verkehr und Nachrichtenübermittlung auszugleichen», schreibt der Gemeinderat in der Botschaft.

«Doch wir rechnen trotz Corona mit einem leichten Plus bei den Steuereinnahmen.»

Das geplante Defizit kann sich die Gemeinde Berg leisten. Sie verfügt über ein Eigenkapital von über 5,1 Millionen Franken und weitere 4,1 Millionen in diversen Fonds, Spezialfinanzierungen und Neubewertungsreserven. Mit 456 Ja- zu 14 Neinstimmen bewilligten die Stimmberechtigten das Budget und den gleichbleibenden Steuerfuss von 42 Prozent – den tiefsten im ganzen Bezirk Weinfelden.

Auch das Budget der Technischen Werke nimmt das Stimmvolk mit 436 Ja zu 25 Nein ganz klar an. Es sieht einen Überschuss von 411000 Franken bei einem Gesamtaufwand von 4,36 Millionen vor. Nettoinvestitionen sind im Umfang von 2,4 Millionen Franken geplant.

Alle Kreditvorlagen klar angenommen

Angenommen wurden weiter die revidierte Gemeindeordnung sowie die Kreditanträge für die Sanierungen der Neuwiesenstrasse (1,65 Mio), die Holderenstrasse (1,54 Mio) und die Strasse «Im Eichen» in Mauren. Ausserdem stimmte der Souverän vier Einbürgerungsgesuchen deutlich zu.

Auch die Schulbürger akzeptieren die roten Zahlen

Die Volksschulgemeinde Berg-Birwinken hat am Sonntag über das Budget und den Steuerfuss für das Rechnungsjahr 2021 an der Urne abgestimmt. Das Budget rechnet mit einem Verlust von 420600 Franken bei einem Steuerfuss von 95 Prozent. Der Voranschlag wurde mit 360 Ja zu 44 Nein angenommen. Beim Steuerfuss war die Zustimmung sogar noch etwas höher. Die Stimmbeteiligung war hingegen eher tief. Von den 2789 Stimmberechtigten nahmen nur 416 an der Abstimmung teil. Das entspricht einem Anteil von knapp 15 Prozent. Auf eine Urnenabstimmung zu weiteren Sachgeschäften hat die Behörde bewusst verzichtet, in der Hoffnung, dass sie im Juni wieder eine ordentliche Versammlung durchführen kann, an der dann auch eine Diskussion möglich sein soll.