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Abtauchen in heimischen Gefilden mit dem Amriswiler Ferienpass

Man muss nicht immer ans Meer, um etwas zu erleben. In der ersten Ferienwoche erlebten mehr als 200 Schulkinder spannende Kurse mit dem Amriswiler Ferienpass.
Manuel Nagel
Tauchen im Amriswiler Schwimmbad: Kursleiter Ahmed Oswald instruiert Teilnehmer Noe (11) beim Einsetzen des Mundstücks. (Bild: Manuel Nagel)

Tauchen im Amriswiler Schwimmbad: Kursleiter Ahmed Oswald instruiert Teilnehmer Noe (11) beim Einsetzen des Mundstücks. (Bild: Manuel Nagel)

Ahmed Oswald formt mit seinem Daumen und dem Zeigfinger einen Kreis und spreizt die übrigen drei Finger. Dann zeigt er mit dem Daumen nach unten. «Das erste sind die Buchstaben O und K, das heisst, dass alles okay ist», sagt Noe, dem die Zeichen gegolten haben. Und das zweite Zeichen hiess, dass er untertauchen solle, erklärt der Elfjährige.

Noe ist eines von je sechs Schulkindern, die letzten Mittwoch an Vormittag und am Nachmittag im Rahmen des Amriswiler Ferienpasses die Gelegenheit hatten, im Schwimmbad zu tauchen. Jedoch nicht einfach mit Schnorchel und Taucherbrille, sondern mit einer Druckluftflasche. Lässig sei es, sagt Noe begeistert, auch wenn ihn das Gebiss etwas schmerzt. «Man muss immer auf das Mundstück beissen, damit es nicht rausfällt», schiebt er als Erklärung nach.

Während Noe sich am Beckenrand hält und den Krampf im Mund zu lösen versucht, gibt Ahmed Oswald von der Fehraltorfer Tauchschule Dolphins-liveaboard einer weiteren Teilnehmerin Tipps, dass sie ihre Flossen nicht zu schnell bewegen soll. Das benötige mehr Luft und so könne sie weniger lange unter Wasser bleiben. Seit fünf Jahren komme er nun schon hierher, um die Kinder des Ferienpasses ins Tauchen einzuführen, sagt Oswald. «Rund 300 Amriswiler Kinder sind in all diesen Jahren schon mit uns getaucht», schätzt der Kursleiter.

Viele Absagen beim Reiten und auf dem Bauernhof

In diesem Jahr jedoch konnten nur zwei der vier geplanten Tauchkurse durchgeführt werden, da zu wenige Anmeldungen für eine Vollbesetzung vorlagen. Ebenfalls abgesagt werden musste einer der vier Kurse auf der Schiessanlage Almensberg, sowie je einer von zwei Tennis- und Stand-Up-Paddeling-Kursen. Gar nicht zustande gekommen sind hingegen die Besuche in der Käserei und auf der Straussenfarm in Mörschwil sowie das Bogenschiessen. Das Interesse war zu gering.

«Wir mussten dieses Jahr keine Kurse kurzfristig aufgrund des Wetters absagen.»Jacqueline MeierTeammitglied Ferienpass

«Wir mussten dieses Jahr keine Kurse kurzfristig aufgrund des Wetters absagen.»
Jacqueline Meier
Teammitglied Ferienpass

Grosses Interesse bestand dafür am Morgen auf dem Bauernhof und an beiden Reitkursen. «Da mussten wir leider auch dieses Jahr wieder viele Absagen erteilen. Da übersteigt die Nachfrage das Angebot um ein Weites», sagt Jacqueline Meier, die mit neun anderen Frauen den Ferienpass organisiert. Meier begleitete die Kinder auch beim Besuch des Flughafens Altenrhein, der dieses Jahr neu im Programm war. «Die Flughafenbesichtigung war sehr spannend. Wir konnten beim Sicherheitscheck für die Passagiere wie auch für das Gepäck hinter die Kulissen schauen, wo man normalerweise nicht hin darf», erzählt Meier. Es gebe jedoch auch noch Optimierungspotenzial, findet sie. Nicht Teil der offiziellen Führung sondern eher dem Zufall zu verdanken war, dass die Kinder zum Schluss noch in einen alten Zweiplätzer sitzen durften. «Das war ein Highlight für sie», sagt Jacqueline Meier.

Junge Zwergfledermäuse gestreichelt

Gut angekommen ist bei den jüngeren Teilnehmern des Ferienpasses auch der Kurs über die Fledermäuse, weiss Meier. Dort hätten einerseits die Kinder in eine Geschichte verpackt viel Wissenswertes und Spannendes über diese faszinierenden Tiere erfahren, andererseits hatte die Kursleiterin aber auch drei junge Zwergfledermäuse mit dabei. Die Kinder durften diese streicheln und aus nächster Nähe bei der Fütterung zuschauen.

Vom Bohlenständerhaus erhielten die Verantwortlichen ebenfalls gute Rückmeldungen. Vier Buben und fünf Mädchen haben dort zusammen Bilder gewebt und zum Zvieri wurde den Kindern etwas aus der Vergangenheit offeriert: Zuckerbrot.

Insgesamt nahmen dieses Jahr 216 Kinder teil. Die meisten meldeten sich für einen bis drei Kurse an und erhielten diese bei der Zuteilung auch. «Ein Kind besuchte sogar neun Kurse, hatte diese aber auch sehr gut gewählt und sich für viele Kurse angemeldet, wo die Platzzahl hoch oder gar unbeschränkt war», sagt Jacqueline Meier. Total seien in der vergangenen Woche 614 Plätze belegt gewesen.

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