Abstimmung
Die Steinacher sagen Ja zum Bau einer Sporthalle für 13,5 Millionen Franken

Mit 975 Ja- gegen 582 Nein-Stimmen genehmigten die Stimmbürger am Sonntag einen entsprechenden Kredit. Läuft alles wie geplant, wird die Halle mit Schulbeginn 2025 in Betrieb genommen.

Markus Schoch
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Visualisierung der geplanten Sporthalle.

Visualisierung der geplanten Sporthalle.

Bild: PD

Die Schule und die örtlichen Vereine dürfen sich freuen. Sie bekommen für den Hallensport mehr Platz und eine bessere Infrastruktur. Die Bevölkerung sagte am Sonntag bei einer Stimmbeteiligung von über 70 Prozent mit einer Zweidrittels-Mehrheit Ja zum Bau einer neuen Sporthalle, die 13. Millionen Franken kosten soll. Gemeindepräsident Michael Aebisegger nahm das Ergebnis erfreut zur Kenntnis. «Es zeigt, dass der Bevölkerung die Infrastruktur wichtig ist und sie bereit ist, die nötigen finanziellen Mittel dafür bereit zu stellen.»

Gemeindepräsident Michael Aebisegger.

Gemeindepräsident Michael Aebisegger.

Bild: Reto Martin

Die heutige, 1977/78 erbaute Sporthalle ist in die Jahre gekommen und erfüllt die aktuellen Normen des Bundesamtes für Sport nicht mehr. Die Sanierung des vor allem in technischer und energetischer Hinsicht veralteten Gebäudes hätte rund 4 Millionen Franken gekostet, haben Abklärungen der Gemeinde ergeben. Eines der Hauptprobleme wäre damit aber nicht gelöst worden: Ein Teil der Vereine hätte fürs Training weiter auswärts gehen müssen, weil sie in Steinach keinen freien Termin finden. Denn es wäre nicht mehr Fläche zur Verfügung gestanden.

Schule und Vereine brauchen mehr Hallenfläche

So soll die Sporthalle Innen aussehen.

So soll die Sporthalle Innen aussehen.

Bild: PD

Der Gemeinderat entschied sich deshalb für den Bau einer Doppelsporthalle, die sich durch zwei Trennwände in eine Dreifachsporthalle verwandeln lässt. Das Bedürfnis dafür sei mehr als ausgewiesen, sagt Vereinsvertreter Toni Langone. Das Raumprogramm eröffne ihnen auch Entwicklungs-Perspektiven. Turniere durchzuführen, sei beispielsweise bis jetzt nicht möglich gewesen. Profiteur der Grossinvestition sei aber vor allem auch die Primarschulgemeinde, sagt Cornelia Letti, die Präsidentin des Schulrates. «Wir brauchen mehr Möglichkeiten». Bei grösseren Klassen werde der Druck noch grösser, schreibt der Gemeinderat in der Abstimmungsbotschaft.

Die bestehende Turnhalle ist sanierungsbedürftig und zu klein. Im Bereich des Beachvolleyball-Feldes wird jetzt eine neue Doppelturnhalle gebaut.

Die bestehende Turnhalle ist sanierungsbedürftig und zu klein. Im Bereich des Beachvolleyball-Feldes wird jetzt eine neue Doppelturnhalle gebaut.

Bild: Markus Schoch

Das Projekt sieht sechs statt der heute zwei Garderoben vor. Es soll eine Zuschauergalerie mit Platz für 200 Personen geben. Und für den Betrieb einer kleinen Festwirtschaft wird ein Multifunktionsraum/Kiosk/Office zur Verfügung stehen. Der Standort der neuen Halle ist derjenige der heutigen Halle. Der Garderobentrakt fusst auf dem bestehenden Untergeschoss mit Ortskommandoposten und Zivilschutzanlage. Westlich davon, im Bereich des jetzigen Beachvolleyball-Feldes, kommt die Doppelhalle zu stehen, die zur Hälfte im Boden eingelassen wird. Der oberirdische Teil ist in Holz ausgeführt.

Eine Steuerfusserhöhung steht im Raum

Für die Gemeinde mit einem budgetierten Minus von 1 Million Franken in diesem Jahr ist die Investition gross. Sie rechnet mit wiederkehrenden Kosten von jährlich 460'000 Franken, was 6,5 Steuerprozenten entspricht. Eine Steuerfusserhöhung werde wohl schon bald nötig werden, schreibt die Gemeinde am Sonntag in einer Stellungnahme. Das Problem sei ein strukturelles, sagt Aebisegger. Das geplante und am Sonntag abgelehnte Hochhaus mit 114 Wohnungen hätte Abhilfe schaffen sollen, gerade auch in Bezug auf die Steuerkraft.

Läuft alles nach Plan, sollen die Bauarbeiten für die Sporthalle im Frühling 2024 beginnen und nach eineinhalb Jahren mit Schulbeginn 2025 abgeschlossen sein.

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