Abschluss mit Zuckerguss: Sulgerinnen und Sulger essen Crèmeschnitte mitten auf der Strasse

Zum Abschluss der Sanierungsarbeiten an der Sulger Hauptstrasse lud die Baufirma die Anwohner zu einem Apéro ein.

Monika Wick
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Anwohnerinnen und Anwohner feiern das Ende der Sanierung der Sulger Hauptstrasse und sitzen auf der Fahrbahn.

Anwohnerinnen und Anwohner feiern das Ende der Sanierung der Sulger Hauptstrasse und sitzen auf der Fahrbahn.

Bild: Monika Wick

Die Zeit, in der die Sulger Umwege in Kauf nehmen mussten, um in der Migros ihre Einkäufe zu tätigen, ist vorbei. Auch Chauffeure, die ins Industriegebiet wollen, haben wieder freie Fahrt. Nach einjähriger Bauphase ist die Sanierung der Hauptstrasse und die Erstellung einer Aufspurung samt Lichtsignal auf Höhe der Migros abgeschlossen.

Dass diese Bauarbeiten auch für die Anwohner der Hauptstrasse nervenaufreibend waren, dem ist sich Marc Berlinger, Bauführer der Firma Convia, bewusst. «Sie haben grosses Verständnis gezeigt, wofür wir sehr dankbar sind», sagte er im Rahmen des Apéros, zu dem die Baufirma Ende letzter Woche einlud. Die Gelegenheit, eine Wurst oder ein kühles Bier mitten auf der Hauptstrasse zu geniessen, liessen sich zahlreiche Anwohner sowie Vertreter des Tiefbauamtes und der Gemeindebehörde nicht entgehen.

Gesamtkosten von 780'000 Franken

Nebenbei konnten sie beobachten, wie ein Arbeiter den überschüssigen Asphalt abrandete, um dem gelungenen Werk den letzten Schliff zu geben. Werner Herrmann, Vizepräsident der Gemeinde Sulgen, überbrachte Grüsse des Gemeinderates und erinnerte an den Bau der beiden Bahnunterführungen vor rund 50 Jahren. Er sagte:

«Die nächsten 50 Jahre sollte an der Hauptstrasse nichts mehr gemacht werden.»

Bauverwalter und Gemeindeschreiber Walter Senn bezeichnete die Bauarbeiten als zeitintensiv. Senn erklärte:

«Werkleitungen wurden eingebracht sowie Wasserleitungen und Hausanschlüsse erneuert.»

Im Dezember 2019 genehmigte die Gemeindeversammlung den Kreditantrag über 780'000 Franken, der sich aus Kosten für die Lichtsignalanlage (280'000 Franken), Aufspurung (340'000 Franken) sowie für Honorare, Beleuchtung oder Vermessung (160'000 Franken) zusammensetzte. «Die Sanierung war sicher notwendig. Trotzdem sind wir froh, ist sie endlich fertig», war von diversen Anwohnern zu hören, während sie eine Crèmeschnitte genossen, auf deren Zuckerguss das Logo der Baufirma prangte.