Abschied mit Ovationen: Bürgler Narräschmaus- und Guggengründer sagt Tschüss

Die Schlosshüüler zelebrierten am Wochenende eine abgespeckte Form ihres Fasnachtsprogramms, das sich sehen lassen konnte.

Monika Wick
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Die «Emanze mit Ranze» sorgen für Lacher am Narräschmaus.

Die «Emanze mit Ranze» sorgen für Lacher am Narräschmaus.

(Bild: Monika Wick)

Was ist der Unterschied zwischen Basel und Bürglen? Die Antwort liefern die Männer von der Bündner Schnitzelbank Nepomuk gleich selber: «Bürglen het e Fasnacht!». Obwohl die Schlosshüüler aufgrund eines Entscheids des Kantons am Samstag ihren Narräschmaus und den nachfolgenden Maskenball durchführen konnten, dominiert das Corona-Virus den Abend.

Nichtsdestotrotz strömten die Besucher in die Mehrzweckhalle, um gemäss dem Motto «Spa Resort Europa – Chum ine oder gang use» einen exklusiven Luxusurlaub zu geniessen. Neben einem Menu, das aus Wellness-Salat oder Brexit-Suppe besteht, wird den Besuchern abwechslungsreiche Unterhaltung serviert.

Ein emotionaler Abschied

Neben den Schnitzelbänken «Emanze mit Ranze», «Thurgeier», «Nepomuk» und «Alliglattohre», die vor allem Seitenhiebe gegen Politiker oder Funktionäre platzieren, sorgen die Stand-up-Comedians Timo Michels und Samuel Mosima für grosses Gelächter.

Für den emotionalsten Moment sorgt Walter Strasser, der 1982 die Schlosshüüler gegründet und seit damals den Narräschmaus organisiert und moderiert hat. «Ich sage heute goodbye und tschüss», sagt er. Verabschiedet wird er mit stehenden Ovationen und kaum enden wollendem Applaus. «Der Narräschmaus wird unter neuer Leitung weiter existieren», versichert er.