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Deutliche Absage für beide Weinfelder Volksinitiativen

Die Stimmbevölkerung folgt dem Gemeindeparlament und sagt Nein zu den beiden Volksbegehren «Schutz der Arbeitersiedlung Thurfeldstrasse» und «Änderung Art. 12 der Gemeindeordnung». Das Resultat fällt mit jeweils drei Vierteln Ablehnung deutlich aus.
Mario Testa
Die Mitglieder des Initiativkomitees um Urs Koller versammeln sich für die Medienschaffenden an der Thurfeldstrasse. (Bild: Mario Testa)

Die Mitglieder des Initiativkomitees um Urs Koller versammeln sich für die Medienschaffenden an der Thurfeldstrasse. (Bild: Mario Testa)

Ein schwarzer Tag ist es für die Initianten der beiden Weinfelder Volksbegehren; passend dazu, die Kulisse unter den grauen Wolken an der Thurfeldstrasse mit nur noch fünf von ursprünglich elf Häusern. «Wir müssen die Niederlage akzeptieren. Aber wir haben dank unserer Initiativen die Bevölkerung auf das Thema Schutz des Ortsbildes sensibilisiert», bilanziert Peter Fretz.

Hauptinitiant Urs Koller kommen solche Worte nicht so leicht über die Lippen. Er sucht nach Gründen für die Niederlage:

«Guten Steuerzahlern tut man in Weinfelden nicht weh. Das zeigt diese Abstimmung einmal mehr deutlich. Es wird goutiert, dass hier draussen vom sozialen Standpunkt her etwas ganz Schlimmes passiert.»

Dass es zur deutlichen Ablehnung beider Initiativen gekommen ist, habe mehrere Gründe, vermutet Christian Schroff. Was sicher gefehlt habe, sei die Unterstützung von politischer Seite. «Es ist schade, hatten die Grünen nicht den Mut, sich für unser Anliegen einzusetzen. Ebenso die SP, die sich sonst immer für Sozialen Wohnungsbau einsetzt», sagt er.

Klar hätten sie auch trotz grossem Engagement noch mehr Einsatz leisten können im Abstimmungskampf, sind sich die Initianten einig. «Ich glaube aber nicht, dass es anders raus gekommen wäre», sagt Urs Koller. «Mit dem Abbruch der Häuser noch vor der Abstimmung hat der Eigentümer die Wähler sicher dahingehend beeinflusst, dass sie eher Nein gestimmt haben.»

Vertrauensbeweis für Gemeinderat und Parlament

Ernüchterung auf Seiten der Initianten – Zufriedenheit beim Gegenkomitee. In Giusi’s Bistro besprechen die Co-Präsidenten, alles Weinfelder Gemeindeparlamentarier, das Resultat. Von einem Abstimmungssieg sprechen sie nicht. «Bis zur Abstimmung war gar nicht ersichtlich, wie es heraus kommen wird», sagt Martin Brenner. «Aber jetzt haben wir ein klares Resultat.»

Heinz Schadegg wertet die deutliche Absage an die Initiativen als Vertrauensbeweis in die Arbeit des Gemeinderats und des Gemeindeparlaments. «Zudem ist es uns gelungen, sachlich zu bleiben im Abstimmungskampf», sagt er. Peter Büchel sagt: «Es ist wichtig, zu wissen, dass die jetzige Gesetzeslage von der Stimmbevölkerung gut geheissen wird.» Er und Fritz Streuli sehen in den Ja-Stimmen aber doch auch ein Zeichen dafür, dass künftig sensibler mit Unterschutzstellungen und Abbruchentscheiden umgegangen werden soll.

Eigentumsrechte geschützt vor Willkür

«Für mich ist nun klar, dass unser Behördenentscheid von der Bevölkerung deutlich unterstützt wird», sagt Gemeindepräsident Max Vögeli. Der Gemeinderat habe weder beschleunigt noch gebremst, sich korrekt und neutral verhalten. «Dank diesem Ergebnis bleiben die Eigentumsrechte geschützt und ist Willkür ausgeschlossen», sagt er.

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