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Abgetretener Arboner Stadtrat Konrad Brühwiler im Abschlussinterview: «Ich habe mir bezüglich Amtsführung nichts vorzuwerfen und nehme das Wahlresultat sportlich.»

Koni Brühwieler reflektiert über seine Amtszeit als Arboner Stadtrat.
Pascal Moser
Abgetretener Stadtrat Konrad Brühwiler am Quai in Arbon. (Bild: Markus Schoch)

Abgetretener Stadtrat Konrad Brühwiler am Quai in Arbon. (Bild: Markus Schoch)

Sind Sie vom Wahlresultat überrascht?

Konrad Brühwiler: Ich hätte niemals mit diesem Resultat in seiner Deutlichkeit gerechnet. Dass Arbon die ganze Regierung auswechselt hat wohl niemand erwartet. Ich habe bis dahin nie eine Wahl verloren und deshalb war es auch für mich eine unschöne Überraschung.

Wie gross ist die Enttäuschung?

Niederlagen schmerzen immer, vor allem wenn sie überraschend kommen. Ich habe mir aber bezüglich Amtsführung nichts vorzuwerfen und nehme das Wahlresultat sportlich.

Sie waren eine lange Zeit im Stadtrat, wie schwer ist es loszulassen?

Ich bin jetzt 16 Jahre in der Politik. Zuerst im Stadtparlament, dann acht Jahre im Stadtrat. Dank meiner Familie und meinem Umfeld gelang es mir zeitnah die negativen Gedanken in positive Aussichten umzuwandeln.

Sind Sie mit ihrer Amtszeit zufrieden?

Ich bin selbstkritisch genug um zu wissen, dass es immer Dinge gibt, die man besser hätte machen können. Zudem kann man es nicht immer allen recht machen. Die Arbeit im Ressort Einwohner und Sicherheit war sehr befriedigend, lösungsorientiert und vertrauensvoll. Mein Einfluss im Gremium des Stadtrates war beschränkt. Der Zusammenhalt in der Exekutive hätte besser sein können.

Werden Sie in Zukunft mehr als Fahrlehrer arbeiten?

Die Aufgabenteilung Politiker/Fahrlehrer war eine spannende, ausgleichende Tätigkeit. Ich bin jetzt vermehrt in der Ausbildung von Fahrschülern anzutreffen. Ich bleibe der Politik aber nach wie vor verbunden. Zum einen in meiner Funktion als Ratssekretär im Grossen Rat des Kantons Thurgau, zum andern als Präsident der Orts- und Bezirkspartei der SVP Arbon.

Worin sehen Sie den Grund, dass so viele Stadträte auf einmal ausgewechselt wurden?

Es muss einem zu denken geben, dass in den Exekutiven von Amriswil, Romanshorn und Arbon staatstragende Parteien wie CVP, SP und SVP nicht mehr vertreten sind. Irgendetwas läuft da falsch. Ich bin ein Befürworter von Parteien. Sie bilden das Rückgrat der Politik, sind für die Information der Stimmbürger verantwortlich. Ein Politiker mit einer Parteizugehörigkeit ist für den Wähler besser erkennbar und unterscheidbar.

Was würden Sie ihrem Nachfolger gerne auf den Weg geben?

Mein Nachfolger Luzi Schmid ist ein alter Politfuchs. Er braucht keine Ratschläge von mir und er darf ein gut aufgestelltes Ressort mit motiviertem, kundenfreundlichem Personal in den Abteilungen übernehmen.

Gibt es etwas, dass sie dem Volk noch mitteilen möchten?

Ich würde vieles wieder genau gleich machen. Die Demokratie lebt von Wahlen und Abstimmungen. Und da gibt es Sieger und Verlierer bzw. Gewählte und Nichtgewählte. Trotz allem stehe ich hinter der besten Staatsform der Welt. Ich hoffe, dass sich immer genügend Freiwillige für unser Milizsystem finden lassen und sich diese von den teils despektierlichen Äusserungen nicht beeinflussen lassen. Kritik muss sein, aber bitte konstruktiv. Noch besser: Möglichst mit einem vorteilhaften Neuvorschlag bzw. Verbesserung. Und am besten: Mit dem Kritiker als engagierten und verantwortungsbewussten Mitbürger.

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