Abgeblitzt: Bundesgericht weist Beschwerde gegen Mobilfunkantenne auf Kreuzlinger Mehrfamilienhaus ab

Das Baugesuch der Salt Mobile SA für einen achteinhalb Meter hohen Mast mit drei Antennen auf der Liegenschaft «Im Grünen Hof 3» ist letztinstanzlich bewilligt worden.

Urs Brüschweiler
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Die Mobilfunk-Sendeantenne bei der nördlichen Einfahrt zum Girsbergtunnel. Baugesuche für solche Anlagen führen in Kreuzlingen immer wieder zu Sammeleinsprachen und langen Gerichtsverfahren. (Bild: Donato Caspari)

Die Mobilfunk-Sendeantenne bei der nördlichen Einfahrt zum Girsbergtunnel. Baugesuche für solche Anlagen führen in Kreuzlingen immer wieder zu Sammeleinsprachen und langen Gerichtsverfahren. (Bild: Donato Caspari)

Das Bundesgericht in Lausanne hat am 18. Juli eine Beschwerde gegen die Baubewilligung für eine Mobilfunkanlage auf der Liegenschaft «Im grünen Hof 3» abgewiesen. Die Salt Mobile SA hatte im April 2015 ein Baugesuch für einen achteinhalb Meter hohen Mast mit drei Antennen eingereicht. Gegen das Projekt waren zahlreiche Einsprachen eingegangen. Der Verein «strahlungsfreies Kreuzlingen» hatte im September 2015 mitgeteilt, dass die Anwohner über die Sommerferien über 500 Unterschriften gegen das Unterfangen gesammelt und als Sammeleinsprache gegen den Salt-Antennenmast beim Stadtrat eingereicht hätten. «Noch nie kamen in Kreuzlingen so viele Unterschriften gegen eine einzige Anlage zusammen», schrieb der Verein damals. Letztlich blieben sie nun erfolglos. Sowohl die Stadt Kreuzlingen im Februar 2016, wie auch das kantonale Departement für Bau und Umwelt im Oktober 2016 und das Verwaltungsgericht des Kantons Thurgau im August 2017 wiesen Einsprachen, Rekurse und Beschwerden ab. Und nun kam auch das Bundesgericht zum selben Schluss.

Mauersegler erhalten keinen Extra-Schutz

Die Beschwerdeführer konnten das höchste Gericht des Landes nicht von offensichtlichen Fehlern bei der Beurteilung durch die Vorinstanzen überzeugen. Sie argumentierten unter anderem mit der Schutzbedürftigkeit zweier Kolonien Mauersegler, welche bei dem Mehrfamilienhaus brüten. Die Bundesrichter in Lausanne halten in ihrem Urteil dagegen, dass ohne erhärteten wissenschaftlichen Nachweis für den Artenschutz von Wildtieren kein höherer Schutzstandard festzulegen sei, als für Menschen. Die Immissionsgrenzwerte würden bei der geplanten Mobilfunkanlage am höchst belasteten Ort, am Fusse des Antennenmastes, zu lediglich 32 Prozent ausgeschöpft.