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Abfall und Vandalismus im Waldschulzimmer: Verein sucht Lösungen

Der Trägerverein Erlebnisraum Wald Mittelthurgau führte am Mittwoch seine Jahresversammlung durch. Das Waldschulzimmer inWeinfelden ist immer wieder Opfer von Vandalen. Die Polizei ermittelt, der Verein versucht mit Präsenz dagegen zu wirken.
Sabrina Bächi
Zwei Rücktritte im Vorstand: Marianne Zweifel und Elisabeth Marti hören auf. Sie wurden von Präsident Paul Vogt für ihre jahrelange Mitarbeit verdankt. (Bild: Sabrina Bächi)

Zwei Rücktritte im Vorstand: Marianne Zweifel und Elisabeth Marti hören auf. Sie wurden von Präsident Paul Vogt für ihre jahrelange Mitarbeit verdankt. (Bild: Sabrina Bächi)

Das Waldschulzimmer zeigt sich im Sonnenlicht, das sanft durch das Blätterdach strahlt, von seiner besten Seite. Das Vogelgezwitscher verleiht dem Ort eine friedliche Ambiance. So friedlich geht es aber beim Waldschulzimmer nicht immer zu. Sehr zum Leidwesen des Trägervereins Erlebnisraum Wald Mittelthurgau. An dessen Jahresversammlung am Mittwochnachmittag informierte Präsident Paul Vogt die 22 anwesenden Mitglieder über das Vandalismus- und Abfallproblem beim Waldschulzimmer.

«Wir hatten lange keine Probleme mit Vandalismus. Im vergangen Jahr gab es leider einige Fälle, bei denen auch die Polizei eingeschaltet wurde», sagt Vogt. Konkret handelt es sich vor allem um Brandstiftung. Der erst kürzlich sanierte Holzunterstand ist komplett abgebrannt. Nur wenige Wochen später zündete jemand zwei Wände des Schulzimmers an. «Wahrscheinlich mit Brandbeschleuniger», mutmasst Vogt. Im vergangenen Februar dann nochmals ein Feuer: Diesmal wurde nicht nur Brennholz abgefackelt, sondern es wurden unter anderm Velos und Einkaufswagen auf einem der Wege verbrannt. Ein grosses Brandloch war die Folge. «Der finanzielle Schaden hält sich in Grenzen», sagt Vogt, «es ist einfach sehr ärgerlich.» In allen Fällen musste die Feuerwehr ausrücken, um die Brände zu löschen.

Ablöseplan gegen das Abfallproblem

Der Verein geht davon aus, dass die mutwillige Zerstörung nicht von Mietern des Waldschulzimmers, sondern von Gruppen getätigt wird, die es unerlaubt als Partyort benutzen und dann zerstören. «Viel dagegen tun können wir nicht. Neu patrouilliert neben Securitas auch die Polizei», sagt Vogt. Zudem sind die Anwohner des Waldschulzimmers dazu angehalten, eine auffällige Partygruppe bei der Polizei zu melden. Bisher hatte das ungebetene Partyvolk vor allem Abfall im Waldschulzimmer hinterlassen. «Einige Mieter, die am Samstag oder Sonntag ihr Fest auf dem Gelände des Waldschulzimmers feiern wollten, mussten dann zuerst aufräumen.» Dem will der Vorstand entgegenwirken: «Wir haben einen Ablöseplan. Jemand vom Vorstand geht immer Samstag- und Sonntagmorgen hier vorbei, räumt auf und dokumentiert die Unordnung», erklärt Vogt das Vorgehen. So soll wieder die idyllische Ruhe beim Waldschulzimmer einkehren.

Ansonsten verlief das Vereinsjahr reibungslos. Ausser, dass beim Gripspfad eine Tafel samt Pfosten verschwunden ist, gibt es nur Positives zu berichten. Auch die Rechnung schliesst positiv mit einem Überschuss von 1800 Franken. Insgesamt wurde das Schulzimmer für 68 Anlässe gebucht und der Märchennachmittag im März verbuchte gar eine Rekordzahl an Besuchern. Beim Vorstand gab es dann zwei Rücktritte zu verzeichnen. Die Gründerin des Barfussweges, Elisabeth Marti, und die Lehrervertreterin Marianne Zweifel wurden verdankt. Zweifel war von Anfang an beim Projekt Waldschulzimmer dabei. «Es war ein spannender Prozess, mitzuerleben, wie sich das alles entwickelte», sagt sie rückblickend. Für sie konnte mit Urs Keller ein Nachfolger gefunden werden. Für den Barfussweg wird noch eine Nachfolge gesucht.

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