Aach-Thurland
Valora gibt ihre Standorte in Kradolf und Sulgen permanent auf

Wer an den Bahnhof-Kiosken in Kradolf und Sulgen noch schnell etwas holen will, steht seit einigen Wochen vor verschlossener Tür.

Hannelore Bruderer
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Noch leuchtet das «k» beim Kiosk am Bahnhof Kradolf. Zu kaufen gibt es dort allerdings nichts mehr.

Noch leuchtet das «k» beim Kiosk am Bahnhof Kradolf. Zu kaufen gibt es dort allerdings nichts mehr.

Bild: Hannelore Bruderer

Noch leuchtet das «k» an den vor rund fünf Jahren neu erstellten Kioskgebäuden bei den Bahnhöfen in Sulgen und Kradolf. Doch im Innern ist alles leer. Auf einem Plakat an der Eingangstüre steht:

«Wir verabschieden uns herzlich. Vielen Dank für Ihre Treue.»

Die k-kiosk-Verkaufsstellen an den Bahnhöfen in Sulgen und Kradolf seien seit Längerem nicht mehr rentabel, schreibt die Valora AG, die die Kette k kiosk betreibt, auf Anfrage. Die behördlichen Anordnungen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus hätten zu starken Frequenzverlusten an vielen Valora-Standorten geführt und die Situation in Sulgen und Kradolf zusätzlich verschärft.

«Aus diesem Grund sieht sich Valora gezwungen, die beiden Verkaufsstellen permanent zu schliessen und die beiden Standorte aufzugeben.»

Das erklärt Martin Zehnder von der Kommunikationsabteilung des Konzerns. «Valora bedauert diesen mit der SBB abgesprochenen Schritt sehr. Eine Verkaufsstelle wird nicht leichtfertig geschlossen. Wir analysieren die Frequenz- und Umsatzzahlen über mehrere Monate. Eine Schliessung ist immer die Ultima Ratio.» Die Kioskgebäude gehen zurück an die SBB. Ob es Pläne für eine künftige Nutzung der Ladenlokale gibt, kann Valora nicht beantworten.

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