Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben jetzt den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Ihr Konto ist aktiviert. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Lesevergnügen.

Katholische Friedhöfe in Kreuzlingen: 75 Prozent lassen sich hier begraben

Die Katholische Kirchgemeinde hat ein neues Friedhofskonzept erarbeitet und der Öffentlichkeit vorgestellt. An den Ruhestätten St. Ulrich und Bernrain sind neue Grabkammersysteme geplant. Zu reden gab vor allem ein Kiesplatz.
Nicole D’Orazio
Der Kiesplatz mit alten Grabsteinen auf dem Friedhof Bernrain gefällt nicht allen. (Bild: Donato Caspari)

Der Kiesplatz mit alten Grabsteinen auf dem Friedhof Bernrain gefällt nicht allen. (Bild: Donato Caspari)

Ein Friedhof-Feld muss gut geplant sein, da es 30 bis 60 Jahre Bestand hat. Die Katholische Kirchgemeinde Kreuzlingen-Emmishofen hat ein neues Friedhofskonzept erarbeitet, welches in den Ruhestätten Bernrain und St. Ulrich Änderungen zur Folge haben wird. Am Mittwochabend hat es Kirchenpfleger Simon Tobler vorgestellt. Rund 25 Interessierte kamen ins Ulrichshaus. Im Konzept wurden zum Beispiel die Gebühren neu geregelt, eine Bestandesaufnahme aller Gräber gemacht und ein neues Reglement ausgearbeitet.

In Kreuzlingen lassen sich rund 75 Prozent der Katholiken auf den Friedhöfen Bernrain und St. Ulrich begraben. Der Rest wähle zum Beispiel den Zentralfriedhof, erklärt Tobler. Und Ausländer liessen sich bevorzugt in ihrem Heimatland bestatten. Unterschiede gibt es an den beiden Standorten in der Wahl der Bestattungsart. «In Bernrain sind ein Viertel Erdbestattungen. 50 Prozent machen die Urnenwände aus.» In St. Ulrich sind hingegen ein Drittel Erdbestattungen und 40 Prozent Urnenwände. Der Rest wähle das Gemeinschaftsgrab oder das Urnen-Erdgrab.

Tobler hat im Konzept den Bedarf an Gräbern bis 2040 berechnet. «Die Zahl wird nur leicht stagnieren», sagt er. Das bedeutet, dass auf beiden Friedhöfen neue Felder und Urnenwände geschaffen werden müssen. Deswegen ist eine neue Einteilung geplant. «An beiden Orten gibt es einen historischen Teil, wo die Gräber unbegrenzt lange bestehen.» Auf den neuen Feldern wird zudem nur noch mit dem Grabkammersystem geplant. «In den Boden werden mit Beton Kammern eingelassen. Dann kommt ein natürliches Zersetzungsmittel dazu.» Der Grund sei, dass der Lehmboden zu sehr konserviere. «So kann die Problematik gelöst werden.»

Ein Teil des Konzeptes wird bis im Sommer umgesetzt. Das Grabkammersystem muss von der Stadt genehmigt werden. «Sobald der neue Stadtschreiber im Amt ist, werde ich ihm alles vorstellen», sagt Tobler. Zudem müssten alle Systemänderungen von der Kirchgemeindeversammlung genehmigt werden.

Kiesplatz ist nur eine Übergangslösung

Ein Feld beschäftigt die Anwesenden besonders. Der Kiesplatz mit alten Grabsteinen in Bernrain. «Das ist schrecklich», meint eine Frau und andere stimmten ihr zu. «Ich bin jedes Mal schockiert. Da muss Rasen hin.» Auf dem Feld seien die Gräber laut Reglement geräumt worden. In rund zwei Jahren sei dort eben ein Grabkammersystem geplant, erklärte Tobler. «Daher haben wir uns als Übergang für Kies entschieden.»

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.