Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Arbon: 70 Millionen für die neue Stadtmitte

Die Vögele Immobilien Gruppe will mit ihrem Grossprojekt das Zentrum stärken. Die Nachfrage ist laut Investor bereits grösser als das Angebot. Jetzt sind die Einwohner am Zug.
Max Eichenberger
Das Modell zum Grossprojekt «Neue Stadtmitte» der Vögele Immobilien Gruppe, Ansicht von der St. Gallerstrasse. (Bild: Visualisierung PD)

Das Modell zum Grossprojekt «Neue Stadtmitte» der Vögele Immobilien Gruppe, Ansicht von der St. Gallerstrasse. (Bild: Visualisierung PD)

Es sei die letzte Zahnlücke im neuen städtischen Zentrum, sagt Investor Paul Vögele: das Geviert zwischen Novaseta und dem langen NLK-Kreisel, zwischen Hamel und St. Gallerstrasse. Zwar ist der Begriff nicht ganz zutreffend, weil das Areal noch bestückt ist vom halb leeren Oscar-Weber-Gebäude und dem Klarahof. Aber im Vergleich mit dem Umfeld, das sich im letzten Vierteljahrhundert markant entwickelt hat, nimmt es sich doch wie eine Brache aus.

Erste Planungsimpulse habe die Projektierung der neuen Kantonsstrasse (NLK) ausgelöst, erinnert Stadtpräsident Andreas Balg zum Start des Mitwirkungsverfahrens zum Gestaltungsplan am Dienstag im Schloss. Die Hand hatte Vögele zunächst auf der vorderen alt-Oscar-Weber-Parzelle. Zwischenzeitlich hat der Investor das ganze Geviert arrondiert. Städtebaulich und organisatorisch könne so eine viel bessere Lösung erreicht werden, erklärt Vögele den erweiterten Fokus.

110 Meter langer Komplex mit vier Türmen

Rundum gibt es einen zweigeschossigen, 110 Meter langen Sockelbau, an dessen Ecken vier unterschiedlich hohe Türme aufgesetzt werden. Zum Gestaltungsplan, der mit der laufenden Ortsplanungsrevision verzahnt wird, läuft am Freitag das öffentliche Mitwirkungsverfahren an. Es basiert auf einem Richtprojekt, das wiederum aus einem Studienauftrag von Arealentwickler Voegele als bestes Konzept hervorgegangen ist.

Verfasser sind Sergison Bates Architekten, Zürich. Nach innen gerichtet gibt es einen Hof. Die Arkade der Novaseta wird entlang der St. Gallerstrasse weitergeführt. Beim Kreisel wird der Bau so zurückversetzt, dass dort eine Freifläche entsteht.

In diesem Bereich des Baukomplexes ist ein Restaurant mit Aussenbezug vorgesehen. Das Erdgeschoss ist als Detailhandelsfläche ausgewiesen. Anlieferungen erfolgen über den Kreisel. Dieser Verkehr wird über die Klarastrasse abgezogen. Die Hamel-Tiefgarage mit 70 Plätzen wird zu einem grossen U-Parking mit rund 300 Plätzen erweitert. Zudem gibt es 424 Veloabstellplätze.

Noch sind einige Hürden zu nehmen

Jede der vier Eckaufbauten soll eigenständig genutzt werden, erläutert Paul Vögele: altersorientierte Wohnungen sind ebenso vorgesehen wie ein familienorientierter Wohnteil, Loft-Wohnungen und ein Gesundheitsbereich. Eine Umzonung ist nötig, um das 70-Millionen-Projekt realisieren zu können. In der vorgesehenen Kernzone kann maximal dreissig Meter hoch gebaut werden.

Ein achtgeschossiger Eckaufbau erreicht diese Höhe. Sie sei aber «nicht sakrosankt», räumt Vögele ein. Bei der Vorprüfung des Gestaltungsplans hatte die Denkmalpflege Bedenken angemeldet. Die drei anderen Aufbauten sind niedriger abgestuft.

Für die Detailhandelsfläche sei «die Nachfrage grösser als das Angebot». Vögele: «De facto sind wir voll.» Er will zügig bauen, spätestens im Frühjahr 2021. Das Gestaltungsplanverfahren, die Ortsplanungsrevision und eine Zonenplanänderung sind aber noch Hürden, die zu nehmen sind.

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.