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5:2 - HC Thurgau bleibt auf Erfolgskurs

Zum zweiten Mal in dieser Saison reiht der HC Thurgau drei Siege aneinander. Ein Doppelschlag im Mitteldrittel ebnet den Weg zum 5:2-Erfolg an der Zürcher Goldküste gegen die GCK Lions.
Matthias Hafen
Lars Frei traf nur 33 Sekunden nach der Thurgauer Führung mit einem «Buebetrickli» zum 2:0. (Bild: Mario Gaccioli, Kloten, 22. September 2018)

Lars Frei traf nur 33 Sekunden nach der Thurgauer Führung mit einem «Buebetrickli» zum 2:0. (Bild: Mario Gaccioli, Kloten, 22. September 2018)

Küsnacht ist ein hartes Eishockey-Pflaster – und das in mehrfacher Hinsicht. Die an der Zürcher Goldküste heimischem GCK Lions können noch so gut spielen, es sind nie mehr als ein paar Dutzend Sitzplätze besetzt in der Eishalle KEK. Dort, wo die Wohlhabenden ihre Villen bauen und nur das Beste gut genug ist, fehlt schlicht das breite Publikum für eine Mannschaft aus der zweithöchsten Schweizer Liga. Die Einheimischen gehen auf der KEK, die so erhaben über dem Zürichsee thront, lieber Curling spielen als Eishockey schauen. Das hat auch damit zu tun, dass die Eishalle einen Charme versprüht, wie es früher die Trainingshallen sowjetischer Armeeclubs taten: bitterkalt und ohne Seele – das allerdings im krassen Gegensatz zu den herzlichen Helfern in der Eishalle.

Den GCK Lions fehlte ein Ausländer

Die Geisterspiel-Stimmung in Küsnacht ist wiederum eine Herausforderung für alle Gastclubs, zumal die Nachwuchsspieler der ZSC-Organisation anstelle der fehlenden Routine stets mit vollem Einsatz und grosser Motivation am Werk sind. Das erfuhr am Dienstagabend auch der HC Thurgau. Der Favorit tat sich nach Siegen gegen La Chaux-de-Fonds und Visp zunächst schwer, sich aus der eigenen Zone zu befreien. Weil die GCK Lions an diesem Abend aber gleich zwei Center, den Schweden Victor Backman und Tim Ulmann, an den NLA-Club ZSC Lions abgeben mussten, konzentrierte sich ihre Torgefahr auf den amerikanischen Topskorer Ryan Hayes und das jurassische Toptalent Nelson Chiquet. Und diese zwei hatten die Thurgauer relativ sicher im Griff.

Nach dem torlosen Startdrittel kam der HCT mit deutlich mehr Biss aus der Kabine und drängte so richtig auf den Führungstreffer. Joel Mosers 1:0 in der 29. Minute war der Beweis für die Willensleistung der Gäste. Der Flügelstürmer stocherte vor dem Tor einen freiliegenden Puck unter zwei GCK-Spielern und Goalie Daniel Guntern durch über die Torlinie und sorgte damit für heftige Proteste bei den Zürchern. Nach dem Videostudium waren aber auch die Schiedsrichter von ihrer Entscheidung überzeugt.

Der entscheidende Treffer fiel nur 33 Sekunden später, als Lars Frei mit einem sauberen «Buebetrickli» auf 2:0 erhöhte. Spätestens jetzt hatten die Thurgauer die Partie voll unter Kontrolle. Im Powerplay erhöhte Kenny Ryan noch vor der zweiten Pause auf 3:0. An zwei dieser drei Treffer war die für den HCT so wertvolle Rapperswiler Leihgabe Léonardo Fuhrer beteiligt.

Goalie Aeberhard mit wichtiger Glanzparade

Dass die Thurgauer gegen die nimmermüden GCK Lions nicht mehr in die Bredouille gerieten, war auch Goalie Nicola Aeber­hard zu verdanken. Er stoppte kurz nach dem 3:0 mit einer Glanzparade Kaj Suter, der alleine auf ihn zugestürmt kam. Im Schlussdrittel erhöhte zunächst Verteidiger Simon Seiler auf 4:0 für den HC Thurgau. Die beiden späten Treffer der GCK Lions quittierte Fuhrer in den Schlusssekunden mit dem 5:2 ins leere Tor. So hallte in Küsnacht am Ende doch so etwas wie Stimmung durch die Halle, als die rund 50 Gäste-Fans den dritten HCT-Sieg in Folge bejubelten.

GCK Lions – Thurgau 2:5 (0:0, 0:3, 2:2)

Kunsteisbahn, Küsnacht – 170 Zuschauer – SR Mollard/Fabre, Stuber/Haag.
Tore: 29. (28:21) Moser 0:1. 29. (28:54) Frei (Fuhrer, Steinauer) 0:2. 36. Ryan (Wydo, Fuhrer/Ausschluss Geiger) 0:3. 48. (47:34) Seiler (Wydo/Ausschluss Frei!) 0:4. 49. (48:13) Geiger (Sigrist, Hayes/Ausschluss Frei) 1:4. 54. Sidler (Brüschweiler, Büsser) 2:4. 59. Fuhrer (Wildhaber) 2:5 (ins leere Tor).
Strafen: je 5-mal 2 Minuten.
GCK Lions: Guntern; Sidler, Büsser; Peter, Geiger; Braun, Andersson; Cohen; Chiquet, Sigrist, Hayes; Brüschweiler, Suter, Riedi; Mathew, Calzimiglia, Puide; Meier, Burger, Hardmeier.
Thurgau: Aeberhard; Parati, Seiler; Collenberg, Steinauer; Hänggi, El Assaoui; Gurtner, Wildhaber; Wydo, Rundqvist, Ryan; Merola, Fuhrer, Frei; Janik Loosli, Hollenstein, Michael Loosli; Moser, Kellenberger, Rattaggi.
Bemerkungen: GCK Lions ohne Backman/SWE, Ulmann (beide ZSC Lions) und Berni (verletzt). Thurgau ohne Vogel, Brändli, Zanzi, Arnold (alle verletzt) und Moosmann (überzählig).

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