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5:1 gegen Olten - der HC Thurgau begeistert wieder

In einem Spiel, in dem kaum jemand etwas erwartet hatte vom HC Thurgau, realisiert er gegen das Spitzenteam Olten einen Kantersieg. Ein Shorthander von Cody Wydo gibt der Partie eine entscheidende Wende.
Matthias Hafen
Die Thurgauer bejubeln Melvin Merolas Treffer zum 4:1. (Bild: Andy Müller/freshfocus)

Die Thurgauer bejubeln Melvin Merolas Treffer zum 4:1. (Bild: Andy Müller/freshfocus)

Erstmals in dieser Saison liess der HC Thurgau die Glücksgefühle des vergangenen Winters neu aufleben. Gab es bislang gegen die Spitzenteams der Swiss League nichts zu holen für die Ostschweizer, so steht nach dem 5:1-Heimsieg vom Dienstagabend gegen Olten endlich auch ein Vollerfolg gegen einen «Grossen» zu Buche. Alleine die Signalwirkung dieser Leistung ist Gold wert. Denn damit hat der HCT gezeigt: An einem guten Abend kann er noch immer jedes Team der Liga bezwingen.

Das wichtigste Tor erzielte Patrick Brändli in der 33. Minute. Sein 3:1 kann als Produkt des Zufalls betrachtet werden, weil der Puck nur durch das schusselige Verhalten von Oltens Verteidiger Stéphane Heughebaert im gegnerischen Drittel blieb. Man kann die gleiche Aktion aber genau so als grosse Willensleistung der Thurgauer und insbesondere des zuletzt oft gescholtenen Eric Arnold betrachten. Es war Arnolds hartnäckiges Dranbleiben, sein nimmermüdes Zermürben des Gegners, das erst zu Heughebaerts Faux-Pas geführt hatte.

Der feine Unterschied zum Spiel in Olten

Brändlis 3:1 auf Pass von Michael Loosli war deshalb so wichtig, weil sich die Thurgauer damit resultatmässig absetzen konnten. Etwas, das beim ersten Aufeinandertreffen in Olten nicht gelungen war und so trotz zweimaliger Führung zur 3:4-Niederlage geführt hatte. Diesmal aber war der Biss, den Arnold und seine Teamkollegen in eben dieser Aktion an den Tag legten sinnbildlich für den Auftritt des HC Thurgau.

Dass sich die Partie nach dem resultatmässig ausgeglichenen, vom EHC Olten aber dominierten Startdrittel (1:1/5:13 Schüsse) doch noch zu Gunsten des Heimteams wendete, war auch Cody Wydo zu verdanken. Der Amerikaner, der zum dritten Mal in Folge auf seinen verletzten Landsmann und Sturmkollegen Kenny Ryan verzichten musste, packte zu Beginn des Mitteldrittels die Gelegenheit beim Schopf. Er lief in Unterzahl einen Konter und erzielte einen Shorthander zum 2:1. Dieser Treffer gab dem HC Thurgau mehr Kraft, als es jede Pause oder jedes Timeout hätte geben können.

Oltens Trainer schauen sich nur noch ungläubig an

Dass am Ende gegen den zuvor Tabellendritten ein Kantersieg resultierte, war auch mit Oltens Auftritt zu erklären. Die Solothurner, deren Massstab in dieser Saison der Aufstieg in die NLA ist, wirkten während der ganzen Partie unorganisiert. Auf dem Eis tat jeder irgendwas, ohne aber zusammenzuspielen. Nach Melvin Merolas 4:1 in der 34. Minute schauten sich die beiden Oltner Coachs Chris Bartolone und Michael Tobler auf der Spielerbank nur noch ungläubig an. Es folgte ein Goaliewechsel auf Seiten des EHC Olten, dessen Wirkung mit dem Treffer von Arnold zum 5:1 drei Minuten danach gleich wieder verpuffte.

Ja, in dieser Phase lief alles zu Gunsten des HC Thurgau. Und das, obwohl das Heimteam an diesem Abend alles andere als fehlerfrei spielte. Aber es lief eben auch für die Thurgauer, weil sie im Gegensatz zu den Oltnern bereit waren, für die drei Punkte hart zu arbeiten. Der 5:1-Sieg vor heimischem Publikum bringt für den HCT in der Tabelle Platz sechs in greifbare Nähe und dürfte auch dazu beitragen, die lichter gewordenen Zuschauerplätze in der Weinfelder Güttingersreuti wieder zu füllen.

Thurgau – Olten 5:1 (1:1, 4:0, 0:0)

Güttingersreuti, Weinfelden – 1082 Zuschauer – Sr. Gäumann, Schlegel/Wermeille.
Tore: 6. Collenberg (Rundqvist) 1:0. 16. Rexha (Huber, Mischler) 1:1. 24. Wydo (Ausschluss Frei!) 2:1. 33. (32:04) Brändli (Michael Loosli) 3:1. 34. (33:50) Merola (Primeau, Wildhaber) 4:1. 37. Arnold (Michael Loosli, El Assaoui) 5:1.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Thurgau, 4-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Huber) gegen Olten.
Thurgau: Schwendener; Parati, El Assaoui; Wildhaber, Seiler; Collenberg, Steinauer; Wydo, Rundqvist, Frei; Arnold, Brändli, Michael Loosli; Merola, Vogel, Primeau; Janik Loosli, Kellenberger, Zanzi.
Olten: Mischler (ab 33:50 Rytz); Bagnoud, Colin Gerber; Grossniklaus, Rouiller; Eigenmann, Lüthi; Heughebaert, Bucher; Schneuwly, Rexha, Huber; Haas, Schirjajew, Truttmann; Gervais, Hohmann, Ulmer; Wyss, Mäder, Roland Gerber.
Bemerkungen: Thurgau ohne Gurtner, Hollenstein (beide Rapperswil-Jona/NLA), Ryan, Moser, Hänggi, Bahar (alle verletzt), Bertsche, Moosmann, Rattaggi und Engeler (alle Partnerteams). Olten ohne Barbero, Muller, Zanatta, Schwarzenbach und Horansky (alle verletzt). – 8. Backhand-Schuss von Roland Gerber ans Lattenkreuz. 10. Lattenschuss Gervais. – 33:50 Timeout Olten.

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