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39 Jahre Lehrer in Märstetten

Es sind seine längsten Sommerferien - und auch seine letzten. Knapp 40 Jahre unterrichtete Lehrer Reinhard Schmocker in Märstetten. Nun geht er in Pension.
Werner Lenzin
Lehrer Reinhard Schmocker in seinem Element. (Bild: Werner Lenzin)

Lehrer Reinhard Schmocker in seinem Element. (Bild: Werner Lenzin)

Am Freitag, den 6. Juli wird Reinhard Schmocker nach beinahe 40-jähriger Tätigkeit als Abschlussklassen-, Real- und Sekundarlehrer in Märstetten für immer das Sekundarschulzentrum Weitsicht verlassen. Zahlreiche Jahre unterrichtete er seine Klassen im Schulhaus Dorf, bevor 1998 der Umzug ins neu erstellte Schulzentrum «Weitsicht» erfolgte. Doch was bewegt einen Lehrer, sein ganzes Leben im gleichen Ort zu unterrichten und auch dort zu wohnen?

«Mein Berufswunsch war insgeheim Pilot und vorgängig der Besuch der Verkehrsschule in St. Gallen». Lehrer ist Reinhard Schmocker eigentlich eher aus Zufall geworden. Als sich drei seiner Mitschüler für die Aufnahmeprüfung ans Seminar anmeldeten, entschloss er sich auch dafür. Dies aus der Überlegung heraus, dadurch eine gute Vorbereitung für die Verkehrsschule zu erlangen. Nach bestandener Patentprüfung folgten zwischen 1975 und 1979 die ersten Berufsjahre in Bürglen, bevor der junge Lehrer im Frühling 1979 an die Abschlussklasse Märstetten wechselte.

Er schätzt den Umgang mit Menschen

Und was wurde aus dem Berufswunsch Pilot? Mit 17 Jahren erlangte der damals junge Seminarist nach dem Absolvieren der Fliegerischen Vorschule das Privat-Pilotenbrevet und war in der Folge zehn Jahre als aktiver Pilot unterwegs. «Zusammen mit einigen flugbegeisterten Kollegen bereiste ich England, Südfrankreich, Italien und Griechenland mit einem Kleinflugzeug», erzählt Schmocker. Seine Augen leuchten, wenn er sich an diese Zeit zurück erinnert, die nicht immer ganz ungefährlich war. Mit 28 Jahren überlegte er sich, doch noch Pilot zu werden, doch sein Entscheid stand fest: «Ich bleibe Lehrer». Weshalb? Er schätzte zeitlebens den Kontakt mit Menschen, aber auch die Kreativität, die Selbstständigkeit und die Freiheit in diesem Beruf.

Vieles hat sich in den 39 Jahren in der Schule Märstetten verändert. Als wichtigste Veränderungen nennt der erfahrene Lehrer die ganze Digitalisierung, die Zusammenarbeit im Team und die Veränderung bei den Schülern. «Ich freue mich auch heute noch an die aufgestellten und motivierten Schüler», sagt Schmocker. Er stellt fest, dass der Unterrichtsstoff zwar zeitgemässer geworden, der Unterricht aber schülerzentriert und erlebnisorientiert geblieben ist. «Es war mir in all den Jahren sehr wichtig, die Schülerinnen und Schüler auf dem Weg zum Erwachsenwerden zu begleiten und sie während ihrer pubertären Phase zu unterstützen und ihnen zu helfen, dass sie das Leben einmal meistern können».

Reisen um die ganze Welt

Dankbar ist der langjährige Lehrer auch gegenüber seinen Kolleginnen, Kollegen und seinem Umfeld, von dem er sich stets unterstützt fühlte. «Ein Leben lang am gleichen Ort als Lehrer zu wohnen hat für mich gestimmt und ich freue mich immer wieder über den Austausch mit Ehemaligen». Der Wechsel vom Schulhaus Dorf in die Weitsicht empfand Reinhard Schmocker wie ein Berufswechsel.

Langweilig wird es Reinhard Schmocker auch nach der Pensionierung nicht werden. Zusammen mit Gattin Simone plant er Reisen durch die Schweiz, Europa und die Welt. Auch Velotouren, Segeln und insbesondere viel Zeit für die Enkel stehen auf dem Programm.

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