Kommentar
30'000 Franken für die Sprachförderung - für Weinfelden nicht viel, aber immerhin

Die Stadt hat entschieden, die frühe Sprachförderung für fremdsprachige Kinder neu aufzugleisen. Damit übernimmt sie eine Vorreiterrolle im Thurgau.

Sabrina Bächi
Drucken
Teilen
Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Sabrina Bächi, Leiterin Ressort Weinfelden.

Bild: Andrea Stalder

Mit dem Konzept zur frühen Sprachförderung in der Spielgruppe schafft es Weinfelden für einmal, im sozialen Bereich Vorreiterin zu sein. Oft betont der Stadtrat, Geld nur dort zu investieren, wo es sich lohne. Hier liess er sich von Forschungsergebnissen überzeugen, wonach kein Franken so gut investiert ist, wie in der frühen Förderung.

Damit erklärt sich, dass gesamthaft über 30000 Franken für das Projekt gesprochen wurden. Nicht viel, aber immerhin.

Zur Vorreiterrolle ist die Stadt allerdings nicht primär aus eigenem Antrieb gekommen. Vielmehr hat die geplante Schliessung der Sprachspielgruppe DaZelwurm dazu geführt, dass Weinfelden nun als erste Stadt im Kanton statt einer separativen eine integrative Förderung erhält. Dass sich dies mit Chancengleichheit gut verkaufen lässt, kommt dem Projekt sicher zugute.

Nichtsdestotrotz musste Stadträtin Ursi Senn-Bieri mit ihrem Konzept zuerst den gesamten Stadtrat überzeugen und kann bereits im ersten Jahr der neuen Legislatur einen grossen Erfolg verbuchen.