26-jähriger Schweizer bricht in Weinfelder Apotheke ein und wird von der Polizei geschnappt – die Beute hat er weggeworfen

In der Nacht auf Donnerstag hat ein Mann in die Aemisegger AG eingebrochen. Die Tat war jedoch nicht von Erfolg gekrönt.

Sabrina Bächi
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Die Kunden der Drogerie Aemisegger müssen den Personaleingang benutzen, weil der Täter die Tür eingeschlagen hat. (Bild: Sabrina Bächi)

Die Kunden der Drogerie Aemisegger müssen den Personaleingang benutzen, weil der Täter die Tür eingeschlagen hat. (Bild: Sabrina Bächi)

Um kurz vor halb drei in der früh schreckte Dominik Engeli aus dem Schlaf. Der Alarm der Drogerie Aemisegger ging ab. Sofort entschied sich der Mitinhaber der Aemisegger AG, die Polizei zu kontaktieren und ging vor Ort.

«Als ich ankam war die Polizei bereits dort», sagt Engeli. «Ich hatte schon ein bisschen James-Bond-Gedanken. Es hätte sein können, dass ein bewaffneter Einbrecher in meinem Geschäft steht», sagt Engeli. Herzklopfen hätte er in jedem Fall gehabt. Schnell war klar, der Täter – die Überwachungskamera liess einen Mann vermuten – war entkommen.

Doch auf freiem Fuss war er nicht lange: «Die Polizei hat einen tatverdächtigen 26-jährigen Schweizer festgenommen», sagt Matthias Graf, Mediensprecher der Kantonspolizei Thurgau. Derzeit werde abgeklärt, ob der Mann noch weitere Einbrüche verübte.

Ziellos Produkte mitgenommen

Seltsam mutet der Einbruch aber an: «Der Täter hat nur vier oder fünf Produkte ziellos geschnappt und sie später ins Gebüsch geworfen», sagt Engeli. Geld wurde keines entwendet. Ein äusserst ungeschickter Einbrecher – klaut unnütze Produkte, wirft sie weg und wird schliesslich doch noch von der Polizei geschnappt.

Einzig die Glastür, die der Mann zerbrochen hat, bringt nun für das Geschäft einen finanziellen Schaden und ein paar Unannehmlichkeiten. «Ich habe meine Mitarbeiter in unserem Gruppenchat über den Einbruch informiert und ihnen empfohlen, sich wärmer anzuziehen, da die Tür ja kaputt ist», sagt Engeli.  

Ausserdem müssen die Kunden über den Personaleingang in das Geschäft gelangen. Denn die Tür ist mit einem Holzbrett verschlossen. «Unsere Kunden müssen sicher noch eine Zeit lang den Seiteneingang nutzen.» Sonst sei nichts passiert. «Wir hatten Glück im Unglück.»