23 Filme in 211 Minuten beim Thurgauer Movie-Day im ino Roxy in Romanshorn

Im Romanshorner Kino Roxy traf ein vielfältiges Filmschaffen auf ein kleines Publikum.

Markus Bösch
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Moderator Cyrill Keller im Gespräch mit Preisträger David Oesch.

Moderator Cyrill Keller im Gespräch mit Preisträger David Oesch.

Bild: Markus Bösch

Zum siebten Mal hat Daniel Ziener – diesmal mit Daniela Rüeger – zum Movie-Day, dem Thurgauer Wettbewerb für jugendliche Filmschaffende eingeladen: Am Samstag wurden im Kino Roxy 23 Kurzfilme gezeigt. Für einmal war der Publikumsaufmarsch aus aktuellen Gründen eher bescheiden. Etwa über 20 Besucherinnen und Besucher sahen starke und überraschende Filme. Wie im vergangenen Jahr führte Cyrill Keller durch den Tag und Anlass.

Starke, emotionale und überraschende Streifen

Bereits mehrmals in der Jury mit dabei war die Romanshornerin Iris Fürst. Zum ersten Mal bei der Bewertung der eingereichten Filme dabei waren Norma Giannetta, Kuratorin bei den internationalen Kurzfilmtagen Winterthur, Stephan Heim, ehemaliger Redaktor und jetzt Mitglied bei der DVD-Produktionsfirma Adon und der junge Regisseur Noah Röthlisberger aus Weinfelden. Letzter sprang ein für Comedian Charles Nguela. Im Anschluss an die Vorführung der Wettbewerbsfilme zeigte sich die Jury zufrieden über starke, emotionale und überraschende Streifen, die zwischen zwei und 14 Minuten dauerten.

In der ersten Kategorie «Jugendliche bis 16 Jahre» wurden sechs Filme gezeigt: Lukas Beuers «Infinity Game» schwang obenauf, vor allem auch weil «es ihm gelang, mit einer ausgeklügelten Kameraführung die Geschichte von zwei jungen Leuten zu zeigen, die sich zu einem besonderen Duell treffen», so Röthisberger. Den zweiten und dritten Preis gewannen Angelo Metzker mit «Anders sein ist auch normal» und Tim Cathomen mit «Wo alle Strassen enden». In der zweiten Kategorie «Jugendliche 16 bis 25 Jahre» gab es 17 Filme zu sehen: Den Sieg holte David Oeschs und Remo Rickenbachers «Dead Animals». Laut Jury überzeugte der Film mit den Schauspielern und seiner Stimmigkeit in Farbe und Licht. Laut Regisseur ist das Drehbuch für einen ersten Spielfilm in Planung. Den zweiten und dritten Preis holten die Filme «Cora-Lee testet» von Stefanie Alder und «E-Motion» von Mirjam Leutwiler.

Annika Lutzkes «Unterholz» gewann den Adon-Sonderpreis, einen Produktionsgutschein. Den Movie-Day-Förderpreis erhielt «Kater» von Lars Mulle. Er ist eingeladen, den Trailer für das nächste Festival zu kreieren. Für das Publikum war der Film «Dampfnudel», ebenfalls von Lars Mulle, der Beste.

Hinweis
Bereits fest steht das Datum der 8. Ausgabe des Jugendfilmfestivals: Am 13. März 2021 findet der Movie-Day wieder im Kino Roxy statt: Filme für den Wettbewerb können vom 1. September 2020 an eingereicht werden.