18 Gemeinden arbeiten an gemeinsamen Strategie für den Mittelthurgau

Bei der räumlichen Entwicklung wollen die Mittelthurgauer Gemeinden zusammenarbeiten. Ihre Strategie soll ab Mitte 2021 als Planungshilfe für die Gemeinden dienen.

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Die Vertreter der 18 Mittelthurgauer Gemeinden trafen sich zum Entwicklungsforum.

Die Vertreter der 18 Mittelthurgauer Gemeinden trafen sich zum Entwicklungsforum.

Bild: PD

(red) Die Entwicklungsstrategie für den Bezirk Weinfelden ist den Gemeinden ein grosses Anliegen. Schon Ende des letzten Jahres startete die Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau das Projekt, welches die regionale Entwicklung aufzeigen und zwischen den beteiligten 18 Gemeinden abstimmen soll. «Das zukünftige Profil der vielfältigen Region soll damit geklärt und die Zusammenarbeit der beteiligten Gemeinden gestärkt werden», schreibt Erich Baumann, Präsident der Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau in einer Mitteilung.

«Damit soll ein Gegengewicht zu den umliegenden Agglomerationsräumen entstehen.»

Wohnen, Arbeiten, Verkehr, Versorgung und Freizeit bildeten die wichtigsten Bausteine der Strategie.

Kanton unterstützt das Projekt

Obgleich schon im Frühjahr geplant, trafen sich die Vertreter der beteiligten Gemeinden coronabedingt erst im Spätsommer zum ersten Entwicklungsforum in Bischofszell. Unterstützt durch Vertreter der kantonalen Ämter für Raumplanung und Wirtschaft – welche das Projekt auch finanziell mittragen – sowie von eingeladenen Fachleuten aus den Bereichen Verkehr, Wirtschaft und Tourismus, trugen sie ihre Visionen, Anliegen und Herausforderungen zusammen.

Stärken und Schwächen des Mittelthurgaus wurden aufgenommen und analysiert. Es handle sich dabei um einen wichtigen Beitrag zur Grundlagenerhebung, welche durch ein beauftragtes Planungsbüro bearbeitet wird.

Leitideen und Schlüsselgebiete

Bis zum voraussichtlichen Abschluss des Projekts Mitte 2021 werden die Erkenntnisse des Workshops nun zu Leitideen ausgewertet, eine Karte mit abgeleiteten Handlungsräumen wird entworfen und Schlüsselgebiete und Kernthemen werden beschrieben. In einem zweiten Entwicklungsforum im kommenden Januar wird der Entwurf der Entwicklungsstrategie in der Begleitgruppe vorgestellt und diskutiert werden.

An der nächsten Delegiertenversammlung der Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau im Frühsommer wird das Projekt abgeschlossen werden.
Die für die einzelnen Gemeinden nicht verbindliche Strategie soll danach die weitere Zusammenarbeit in der Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau bestimmen. Den lokalen Behörden soll die Strategie künftig als hilfreiches Planungsinstrument dienen.

Gemeinsame Interessen

Regionalplanungsgruppe Mittelthurgau

In der Regionalplanungsgruppe (RPG) Mittelthurgau klären die 18 beteiligten Gemeinden gemeindeübergreifende Anliegen und vertreten regionale Interessen nach aussen. Es beinhaltet auch die Förderung und Koordination von Aufgaben und Massnahmen für die räumliche Entwicklung. Für regionalpolitische Projekte erarbeitet der Verein Entscheidungsgrundlagen und fördert die Zusammenarbeit.