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150 Jahre Seelinie und Gütertrajekt: Feierlaune rund um den Bodensee

Grosser Bahnhof in Romanshorn und Kreuzlingen: Mit einem Volksfest feierten am Wochenende bei garstigem Wetter Bahnen, die Schifffahrtsunternehmen sowie sieben Städte um den See das Jubiläum.
Max Eichenberger/Desirée Müller
Daria Martinoni, Leiterin Region Ost SBB, und der Romanshorner Stadtpräsident David H. Bon taufen am Samstag den neuen Fernverkehr-Doppelstockzug auf den Namen «Romanshorn». (Bild: Max Eichenberger)

Daria Martinoni, Leiterin Region Ost SBB, und der Romanshorner Stadtpräsident David H. Bon taufen am Samstag den neuen Fernverkehr-Doppelstockzug auf den Namen «Romanshorn». (Bild: Max Eichenberger)

1869 war der erste Abschnitt der Seelinie zwischen Romanshorn und Rorschach eröffnet worden. Im selben Jahr wurden die ersten Trajekterbindungen über den See aufgenommen und Güterwaggons auf Schiffen nach Friedrichshafen und Lindau übersetzt. Während die Betreiber 1976 den Gütertrajekt eingestellt hatten, erlebte die SBB-Seelinie ab 2002 eine Renaissance.

(Bild: Andrea Stalder)(Bild: Andrea Stalder)
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(Bild: Max Eichenberger)(Bild: Max Eichenberger)
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36 Bilder

150 Jahre Seelinie und Gütertrajekt

Hauptfestort am seeumspannenden Jubiläumswochenende war der Knotenpunkt Romanshorn. So konnten Besucher mit dem legendären Roten Pfeil (Churchill-Express) und dem nigelnagelneuen Fernverkehr-Doppelstockzug Dosto Extrafahrten unternehmen. Romanshorns Stadtpräsident David H. Bon und Daria Martinoni, Leiterin Region Ost SBB, tauften am Samstag einen Bombardier-Zug auf den Namen «Romanshorn».

Ein wichtiges Drehkreuz seit eh und je

Romanshorn sei schon seit jeher ein wichtiger Güterumschlagplatz und ein bedeutendes Personen-Drehkreuz, sagte Bon bei seinem letzten öffentlichen Auftritt. Die lindengrüne Farbe seiner Krawatte möge Symbol dafür sein, dass die Stadt weiter prosperiere und damit auch der öffentliche Verkehr: Die Romanshorner dürften «stolz und selbstbewusst» sein. Ein nächster Schritt wäre der erhoffte Halbstundentakt der Fährverbindung nach Friedrichhafen. Zu Jubiläumsfahrten liefen ebenfalls eine Eventfähre und das Motorschiff «Alte Rhy» aus.

Die MF Romanshorn, beladen wie in alten Zeiten. (Bild: Max Eichenberger)

Die MF Romanshorn, beladen wie in alten Zeiten. (Bild: Max Eichenberger)

Auf das Fährdeck der MF «Romanshorn» wurde eigens ein Bahngüterwagen gesetzt. Zu ihm gesellten sich neben den vielen Jubiläumspassagieren ein von Max Hasler gesteuerter Saurer-Oldtimerbus, Jahrgang 1933, und ein Doppelstockbus der neuesten Generation von Postauto AG.

Erinnerungsfotos mit Seltenheitswert

Besichtigt werden konnten ausserdem der stolze Raddampfer «Hohentwiel» aus der Belle Epoque des Bodensee-Tourismus sowie das in diesem Frühling fertig restaurierte Motorschiff «Österreich». Oberkapitän Erich Hefti war in seiner Uniform ein gefragter Mann für Erinnerungsfotos. Wegen des garstigen Wetters habe man «einiges umdisponieren» müssen, bilanzierte ein trotzdem zufriedener OK-Chef Jörg Brack.

Schautafeln an der Hafenkante sowie das Museum am Hafen mit einer Sonderausstellung luden die Besucher ausserdem ein. Die Post gab Sonderbriefmarken heraus und verkaufte diese in einem historischen Güterwagen. Am Sonntag wohnte eine grosse Besucherschar der Taufe des Maskottchens Thurbi, der SBB-Tochter Thurbo.

Thurbis grosser Auftritt. (Bild: Max Eichenberger)

Thurbis grosser Auftritt. (Bild: Max Eichenberger)

Alex Scheidmannvom Modelleisenbahnclub Kreuzlignen(Bild: Andrea Stalder)

Alex Scheidmann
vom Modelleisenbahnclub Kreuzlignen
(Bild: Andrea Stalder)

Eine Lebensader, die bis heute fortbesteht

In Kreuzlingen wurde das Internationale Festwochenende zum 150-Jahr-Jubiläum der Seelinie und des Trajektverkehrs mit Rundfahrten auf dem historischen Fährschiff MF Konstanz und verschiedenen Ausstellungen zum Thema gefeiert. «In drei Minuten läuft der Rote Doppelpfeil im Kreuzlinger Hafenbahnhof ein», verkündet Alex Scheidmann mit lauter Stimme. Erst noch beobachteten die Besucher die Miniaturausführung des auffälligen Triebwagens, der anlässlich der Schweizerischen Landesausstellung 1939 gebaut wurde, auf den Schienen des Modelleisenbahnclubs Kreuzlingen. «Er wird auch gerne als Churchill-Pfeil genannt», erklärt Clubmitglied Scheidmann. So hätte man den Wagen 1946 genutzt, um Winston Churchill als Staatsgast durch die Schweiz zu fahren. Einige der Besucher wollen sich das Spektakel nicht entgehen lassen und eilen Richtung Bahnhof. «Für uns ist es natürlich eine Ehre, dass wir mitwirken dürfen und historische wie auch moderne Modelleisenbahnen zeigen können», erzählt Scheidmann.

Der Rote Pfeil fährt ein. (Bild: Andrea Stalder)

Der Rote Pfeil fährt ein. (Bild: Andrea Stalder)

Sie war 1928 die erste Binnensee-Autofähre Europas

Ebenfalls machte das Fährschiff «MF Konstanz» den Jubiläumsanlass zu etwas ganz Besonderem. Stündlich verkehrte das historische Fährschiff zwischen dem Kreuzlinger und dem Konstanzer Hafen. Trotz des Nieselregens nutzten doch einige Besucher gerne die nicht alltägliche Gelegenheit zu einer Mitfahrt.

Die MF Konstanz in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Die MF Konstanz in Kreuzlingen. (Bild: Andrea Stalder)

Ausstellung im Seemuseum

500 Meter entfernt eröffnete am Samstagvormittag Vizestadtpräsidentin Dorena Raggenbass die Jubiläumsfeier vor dem Seemuseum. In einer der vier hochgestellten Treibgutkisten, die rund um das Aussengelände des Museums als Teil der öffentlichen Ausstellung zum Thema Warentransport auf dem Bodensee dienen, begrüsste sie die Gäste. «150 Jahre Tradition und Zusammenarbeit», begann sie ihre kurze Ansprache und lud die Besucher ein, in den nächsten Monaten selbst eine Reise zu unternehmen und dank der Ausstellung mehr über die Entstehung und Entwicklung des Warenverkehrs auf dem Bodensee zu lernen. «Das Thema ‹heute bestellt und morgen geliefert› beschäftigt uns alle fast täglich», sagt Museumsleiterin Ursula Steinhauser. Sie denkt 150 Jahre zurück, als zum ersten Mal ein Eisenbahnwagen per Schiff von Lindau aus über See nach Romanshorn transportiert wurde. Dampfschiffe schleppten damals die Güterzugwagen auf Kähnen über den Bodensee. «Der Verkehr wurde dadurch beschleunigt und es konnten wichtige Verbindungen über die Landesgrenzen hinaus geschaffen werden.» (mul)

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