130 Teilnehmer am Trachtensonntag - doch Männer dürften es noch mehr sein

Trachtenleute aus der ganzen Schweiz haben gestern am Thurgauer Tanzsonntag getanzt.

Manuela Olgiati
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Modern und traditionell im Tanz vereint. (Bild: Andrea Stalder)

Modern und traditionell im Tanz vereint. (Bild: Andrea Stalder)

In der Mehrzweckhalle Alterswilen drehen am Sonntag Tanzpaare in bunten Trachten zu lüpfigen Melodien ihre Runden. Die Musikformation Türmlibuebe spielt für 130 Trachtenleute. «Der Thurgauer Tanzsonntag ist ein lockeres Miteinander von Mitgliedern verschiedener Volkstanzgruppen», sagt Silvia Bösch, Präsidentin der organisierenden Trachtenvereinigung Schwaderloh. «Wer die Tänze kennt, macht sofort mit», sagt Brigitte Ziegler, Tanzleiterin der Thurgauer Trachtenvereinigung.

Die 70-jährige Mädi Wagner ist Gründerin des Tanzsonntags, den sie erstmals 1979 in Berg organisierte. Seither ist der Anlass im Thurgau ein Dauerbrenner. Auch das Handwerk gehört zur Folklore. Zum 40. Jubiläum hat Herta Sprenger die Eintrittskarte in den Thurgauer Farben gestaltet, mit einer geklöppelten Blume in Gelb.

Die Freude am Tanzen verbindet

Drei Generationen kommen seit Jahren: Der 14-jährige Fabian, seine Mutter Marianne Temperli und die Grossmutter Ruth Schlatter tanzen in der Zürcher Festtagstracht. Mit der Zuger Burschentracht war Tänzer Niklaus Keller schon in Hongkong. Die Freude am Tanzen verbindet die Menschen. Auch die beiden Freundinnen, Lea Millan und Madlaina Frei, beide sind 17 Jahre alt. Die beiden Thurgauerinnen tragen ihren Müttern zuliebe die Berner Gotthelftracht.

«Geübte Tänzerinnen beherrschen zwar auch führende Tanzschritte der Männer», sagt Ursula Patzer. Etwas mehr Tänzer wären allerdings gut, sinnieren die Frauen. Nebst dem Tanzen bleibt für die Menschen in ihren Trachten aus Graubünden, dem Toggenburg, Schaffhausen, Solothurn und auch die Basler auch Zeit zum Schwatzen.