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111 Meter: Das neue Kreuzlinger Stadthaus ist zu lang und braucht deshalb eine Extrawurst

50 Meter dürfen öffentliche Gebäude gemäss dem aktuell gültigen städtischen Baureglement sein. Das neue Verwaltungszentrum auf der Festwiese soll gemäss den Plänen der Architekten aber mehr als doppelt so lang werden. Die Stadt ersucht deshalb jetzt um eine Ausnahmebewilligung.
Urs Brüschweiler
Die mittlerweile optisch überholte Projekt-Visualisierung zeigt die Dimensionen des neuen Stadthauses. (Bild: PD/Stadt Kreuzlingen)

Die mittlerweile optisch überholte Projekt-Visualisierung zeigt die Dimensionen des neuen Stadthauses. (Bild: PD/Stadt Kreuzlingen)

Besondere Projekte verlangen nach besonderen Massnahmen. Im Frühling 2020 möchte die Stadt Kreuzlingen mit dem Bau des neuen Verwaltungszentrums mit Tiefgarage auf der Festwiese beginnen. Bis dahin gibt es aber noch einige Hürden zu überspringen. Lang statt hoch war nämlich die Devise der im Wettbewerb siegreichen Architekten, die damit das Problem der verdeckten Sicht auf die Klosterkirche St. Ulrich umschifften. Doch das daraus folgende monumentale Ausmass von 111,30 Metern des neuen Stadthauses widerspricht nun dem gültigen städtischen Baureglement. Gemäss diesem dürfen Gebäude in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen maximal 50 Meter lang sein.

Ab Freitag stehen die Bauvisiere

Also muss eine Ausnahmebewilligung her. Wie die Stadtverwaltung mitteilt, will man diese durch ein zweistufiges Genehmigungsverfahren erhalten. Ab nächsten Dienstag und bis am 9. Juli liegt deshalb ein Vorentscheid für die Abweichung vom Baureglement bei der Bauverwaltung öffentlich auf. Darin sind die Dimensionen und die Lage des Gebäudes ersichtlich. Während der Planauflage werden die Konturen des künftigen Stadthauses auch mittels Bauvisieren auf der Festwiese angezeigt. Das Verfahren zur Einholung des Vorentscheids entspreche demjenigen bei Baugesuchen, weshalb es auch die übliche Einsprachemöglichkeit gebe, sagt Stadtrat Ernst Zülle.

Ernst ZülleStadtrat Kreuzlingen (CVP)Departement Bau

Ernst Zülle
Stadtrat Kreuzlingen (CVP)
Departement Bau

«Wir sind sehr zuversichtlich, dass der Vorentscheid zu Gunsten der Stadt ausfallen wird.»

Ohne Einsprachen könne die Kreuzlinger Baukommission diesen Vorentscheid fällen, andernfalls müsse das Departement für Bau und Umwelt des Kantons Thurgau entscheiden. «Wir sind zuversichtlich, dass auch die übergeordneten Instanzen zu Gunsten der Stadt entscheiden würden», ergänzt Zülle. Gerade weil beim Projektwettbewerb schon alle massgebenden Instanzen beteiligt gewesen seien. Sollte es doch negativ ausgehen oder mittels Einsprachen eine längere Verspätung eintreten, könnte sich das Projekt um mindestens zwei Jahre verzögern, schätzt Zülle. Im Rahmen der Ortsplanungsrevision werde die maximale Gebäudelänge aber sowieso deutlich erhöht, das müsste man dann abwarten. Wenn der Vorentscheid allerdings positiv ausfällt, beginnt die detaillierte Ausarbeitung des Baugesuchs.

Kein Generalunternehmer sondern Einzelvergabe der Aufträge

Vor kurzem entschied der Stadtrat, dass beim Bau kein Generalunternehmer zum Zuge kommt. Bauherrenvertreter, Baukommission, Stadtrat und Steuerungsausschuss hätten sich klar für ein Modell mit Einzelauftragsvergaben ausgesprochen, sagt Stadtrat Ernst Zülle. Jede seriöse und qualifizierte Firma habe die Möglichkeit, sich um Aufträge zu bemühen. «Wir garantieren eine faire Vergabe, bei der sicherlich auch Kreuzlinger Firmen zum Zug kommen werden.» Stadtpräsident Thomas Niederberger und Vize-Stadtpräsidentin Dorena Raggenbass hätten letzte Woche in einem persönlichen Gespräch Gewerbepräsident Andreas Haueter und Arbeitgeberpräsident Jürg Kocherhans den Ablauf zum Entscheid und die Beweggründe erörtert. (ubr)

Parkieren während der Bauzeit

Die Stadt hat sich viele Gedanken gemacht, um Anwohnern, Gewerbe und Dienstleistern während der Bauphase genügend Parkplätze zur Verfügung stellen zu können. Am Schulweg beim Friedhof werden etwa 47 Plätze entstehen, weitere 10 im Bereich des Parkhofs und an der Pestalozzistrasse deren 18. Je nach Baufortschritt können weitere Parkplätze dazukommen. Der obere Teil der Pestalozzistrasse zwischen Bärenkreisel und Dreispitz wird in der ganzen Bauzeit zu Gunsten von Bauinstallationen und eben Parkplätzen für den Verkehr gesperrt. Das geplante Parkhaus am Hafenbahnhof soll dann auch schon fertig sein, oder zu mindest der Platz zum Parkieren genutzt werden können. (ubr)

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