100 Weinfelder verlangen schnelles Handeln für den Langsamverkehr

Franz Portmann hat dem Stadtrat seine Petition überreicht. Sie soll für eine rasche Umsetzung des Konzepts Langsamverkehr sorgen. Weiter wünscht er sich eine bessere Kommunikation über die Fortschritte der Umsetzung.

Sabrina Bächi
Drucken
Teilen
Übergabe der Petition: Martin Müller, Franz Portmann, Stadtrat Daniel Engeli und Roger Weber vom Tiefbauamt.

Übergabe der Petition: Martin Müller, Franz Portmann, Stadtrat Daniel Engeli und Roger Weber vom Tiefbauamt.

Bild: Sabrina Bächi (Weinfelden, 9. September 2020)

Rund 100 Unterzeichnende sind der Meinung, dass es mit der Umsetzung vom Konzept Langsamverkehr in der Stadt zu langsam vorwärtsgeht. Das zeigt die Petition, die Franz Portmann lanciert hat. Am Mittwochmorgen überreicht er die Unterschriften dem zuständigen Stadtrat Daniel Engeli und Roger Weber vom städtischen Tiefbauamt. Mit von der Partie ist auch Martin Müller, Parlamentarier und Mitglied der Kommission Langsamverkehr.

Im braunen Couvert von Portmann steckt aber nicht nur die Petition. Er zückt ein Blatt heraus und zeigt es Engeli und Weber. «Das wäre eine Möglichkeit, wie die Velofahrer geschützt und der Verkehr beruhigt werden kann – nur mit Markierungen», sagt Portmann.

Der Stadtrat hat ein offenes Ohr

Er meint damit eine sogenannte Kernfahrbahn. Der Mittelstreifen wird dafür entfernt, am Rand gibt es aber je zwei breite Velostreifen. «Um sich zu kreuzen, müssen die Autofahrer den Velostreifen nutzen. Fährt dort ein Velofahrer, muss man abwarten, bis kein Gegenverkehr mehr da ist», erklärt Portmann das Prinzip.

Daniel Engeli, Stadtrat Weinfelden.

Daniel Engeli, Stadtrat Weinfelden.

Bild: Andrea Stalder

Weber nickt, davon habe er bereits gehört. Stadtrat Engeli zeigt sich interessiert. «Ich habe immer ein offenes Ohr für verschiedene Anliegen», sagt er. Nur so komme man gemeinsam ans Ziel.

Portmann weist im Rahmen der Petition nochmals darauf hin, dass man sich auch wünschen würde, die Umsetzungen des Konzepts Langsamverkehr besser zu kommunizieren. Ebenso weist er darauf hin, dass es besser wäre, die Kommission um weitere Mitglieder zu ergänzen. «Derzeit hat die Stadt die Oberhand, so können keine unabhängige Entscheidungen gefällt werden», sagt Portmann.