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0:12 gegen Davos: Auf der Tribüne das Fest, auf dem Eis der Frust

Das Traumlos HC Davos wurde für den EHC Frauenfeld im Cup-Spiel schnell zum Albtraum. Der Bündner NLA-Club - in Topbesetzung angetreten - zeigte keine Gnade mit den viertklassigen Amateuren aus dem Thurgau. Am Ende resultierte für Frauenfeld eine 0:12-Niederlage.
Matthias Hafen
Der Davoser Goalie Joren van Pottelberghe verbrachte in Frauenfeld einen ruhigen Abend. (Bild: Reto Martin)

Der Davoser Goalie Joren van Pottelberghe verbrachte in Frauenfeld einen ruhigen Abend. (Bild: Reto Martin)

Fabrice Herzog hatte angekündigt, was den EHC Frauenfeld in der ersten Runde des Swiss Ice Hockey Cup erwartet. «Wir werden uns nicht dem Niveau des Gegners anpassen, dann werden wir auch keine Probleme haben», hatte der Frauenfelder in Diensten des HC Davos vor der Begegnung gesagt. Und die Gäste aus der National League, unter Trainer Arno del Curto noch dafür bekannt, den Cup nicht immer so ernst zu nehmen, zeigten mit Christian Wohlwend ein ganz anderes Gesicht in diesem Wettbewerb.

Von Anfang an wurden die bedauernswerten Frauenfelder überfahren. Dank eines gut aufgelegten Daniel Styger im Tor fiel der erste Gegentreffer erst in der neunten Minute. Styger blieb gegen den Ablenker von Dino Wieser machtlos. Damit aber war der Bann gebrochen in diesem Spiel und der HC Davos steuerte einem hohen Sieg entgegen. Frauenfelds Trainer Kevin Schüepp hatte wohl geahnt, was auf sein Team zukommt. Er vermied es vor der Partie, vom «Spiel des Jahres» zu reden und sagte, dass der Fokus seiner Mannschaft ebenso stark auf dem Saisonstart in zehn Tagen liege.

Frauenfelds Andrej Schläppi (links) kann den Davoser Sven Jung nicht vom Passen abhalten. (Bild: Reto Martin)

Frauenfelds Andrej Schläppi (links) kann den Davoser Sven Jung nicht vom Passen abhalten. (Bild: Reto Martin)

Ehrentreffer ausser Reichweite

Nach drei Dritteln und 0:12 Toren tut der EHC Frauenfeld tatsächlich gut daran, sich auf seine Aufgaben in der 1. Liga zu konzentrieren. Denn während die Zuschauer auf der Tribüne das Aufeinandertreffen mit dem grossen HCD bis zum bitteren Ende feierten, hatten die Amateure aus dem Thurgau keinen Stich. Etwa zweimal pro Drittel kamen sie überhaupt in die Nähe von Davos-Goalie Joren von Pottelberghe. Ein Ehrentreffer wie 2016 gegen Kloten (1:4) oder 2017 gegen die ZSC Lions (1:8) war an diesem Abend ausser Reichweite. Der grosse Applaus des Publikums war deshalb wohl mehr eine Trostbekundung und Aufmunterung für die anstehende Meisterschaft.

Ein ganz bitterer Abend war es für Frauenfelds zweiter Goalie Remo Oehninger. Der Lokalmatador und Neuzuzug vom Swiss-League-Club Winterthur wurde nach zwei Dritteln anstelle von Daniel Styger eingewechselt, kassierte aber innert 59 Sekunden drei Gegentreffer, bevor er überhaupt einmal den Puck halten konnte. Dabei wurde er von seinen Vorderleuten, die beim Stand von 0:7 längst nicht mehr an den Coup glaubten, teils völlig im Stich gelassen.

Davoser und Frauenfelder Anhänger hatten keine Mühe, Seite an Seite zu stehen. (Bild: Reto Martin)

Davoser und Frauenfelder Anhänger hatten keine Mühe, Seite an Seite zu stehen. (Bild: Reto Martin)

So wenig Zuschauer wie noch nie im Cup

Immerhin räumte der EHC Frauenfeld in diesen Spiel auch auf - und zwar mit der Mär, dass der HC Davos der Publikumsmagnet schlechthin ist. 1499 Zuschauer waren am Mittwochabend in der Kunsteisbahn dabei. Das ist für den 1.-Liga-Club zweifellos eine tolle Kulisse und trug vor allem vor der Eishalle zu einem grossen Fest bei. Trotzdem waren es weniger als 2016 gegen Kloten (1629) und 2017 gegen die ZSC Lions (1741). Oder anders ausgedrückt: Der EHC Frauenfeld hat im Swiss Ice Hockey Cup noch nie so wenig Zuschauer gehabt wie am Mittwoch gegen den HC Davos. Und nicht nur das: Zum ersten Mal gelang den Frauenfeldern im Cup auch kein Treffer. Der Stimmung auf den Tribünen tat dies allerdings keinen Abbruch.

Frauenfeld (1. Liga) – Davos (NLA) 0:12 (0:4, 0:3, 0:5)

Kunsteisbahn – 1499 Zuschauer – SR Stricker/Hendry, Schlegel/Fuchs.
Tore: 9. Dino Wieser (Rantakari) 0:1. 11. (10:46) Palushaj (Tedenby, Stoop) 0:2. 12. (11:55) Herzog (Paschoud, Ambühl) 0:3. 20. (19:55) Lindgren (Rantakari, Corvi/Ausschluss Rieser) 0:4. 22. Lindgren (Stoop) 0:5. 34. Bader (Eggenberger, Heinen) 0:6. 37. Ambühl (Guerra, Stoop) 0:7. 41. (40:47) Eggenberger (Lindgren) 0:8. 42. (41:20) Palushaj (Rantakari, Tedenby) 0:9. 42. (41:46) Guerra 0:10. 44. Tedenby (Bader, Heinen) 0:11. 48. Guerra (Aeschlimann, Rantakari) 0:12.
Strafen: 5-mal 2 Minuten gegen Frauenfeld, 2-mal 2 Minuten plus 10 Minuten (Tedenby) gegen Davos.
Frauenfeld: Styger (ab 41. Oehninger); Käser, Suter; Mettler, Grolimund; Seiler, Rieser; Jörg, Rohner; Schläppi, Fehr, Geiser; Kuhn, Gemperli, Brauchli; Pieroni, Haldenstein, Zumbühl; Busovsky, Lattner, Haselbach.
Davos: Van Pottelberghe; Paschoud, Rantakari; Jung, Du Bois; Guerra, Stoop; Heinen, Baumgartner; Herzog, Corvi, Ambühl; Eggenberger, Lindgren, Marc Wieser; Tedenby, Bader, Palushaj; Frehner, Aeschlimann, Dino Wieser.
Bemerkungen: Frauenfeld ohne Hogel, Fehr, Hauser (alle noch ohne Spielbewilligung), Meier und Sluka (beide überzählig). Davos ohne Buchli, Nygren (beide verletzt), Hischier, Meyer (beide im Aufbau), Egli, Kessler, Kienzle und Barandun (alle überzählig). – 15. Lattenschuss Herzog. 39. Schuss von Rantakari an die Latte abgelenkt.

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