KREUZLINGEN: Tierseuche am Bodensee – Anrainer wappnen sich für Katastrophen

Mehr als 200 Bevölkerungsschützer und Fachexperten aus Deutschland und der Schweiz haben sich am Donnerstag in Kreuzlingen zu einer Fachkonferenz getroffen. Mitte Jahr folgt eine gemeinsame Übung zur Bewältigung eines grenzüberschreitenden Orkans und einer hochansteckenden Tierseuche.

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Das Vogelgrippe-Virus vom Subtyp H5N8 führte im vergangenen November am Bodensee zum Tod von zahlreichen Wildvögeln. Eine besondere Herausforderung war die Tatsache, dass mit dem Bodenseegebiet gleich drei Länder betroffen sind. Die Behörden aus der Schweiz, Deutschland und Österreich standen in engem Kontakt und koordinierten ihre Massnahmen. Rund um den Bodensee wurde ein Kontrollgebiet von einem Kilometer Breite verhängt. Der Kontakt zwischen Wildvögeln und Hausgeflügel sollte damit möglichst verhindert werden.

Mit einer grenzüberschreitenden Katastrophenschutz-Übung soll die Zusammenarbeit weiter gestärkt werden, wie es in der Mitteilung des Bundesamtes für Bevölkerungsschutz vom Donnerstag heisst. Im Juni werden die Kantone Schaffhausen und Thurgau, die deutschen Landkreise Konstanz und Schwarzwald-Baar-Kreis, das deutsche Regierungspräsidium Freiburg im Breisgau, der deutsche Zoll und das Schweizer Grenzwachtkorps in einer gemeinsamen Übung die Bewältigung einer hochansteckenden Tierseuche trainieren. Ausserdem werden die Behörden mit einem Orkan im Bodenseegebiet konfrontiert.

Organisiert und geleitet wird die Übung vom Bundesamt für Bevölkerungsschutz. Die bearbeiteten Szenarien stützten sich auf den nationalen und die kantonalen Gefährdungskataloge, in denen die grössten Risiken für den Bevölkerungsschutz untersucht und beschrieben wurden, heisst es weiter. (sda)