Krawatten-Kroate, Uber-Lamento

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Unbestellt wartet das dekadenteste aller Nahverkehrsmittel vor dem NZZ-Hauptportal an der Falkenstrasse. «Zufall», versichert der Mann am Steuer, ein Kroate mit Krawatte, «keine regelmässige Kundschaft hier.» Taxameter an, das Lamentieren beginnt: Der globale Fahrervermittler Uber, in Bern und Basel verboten, in St. Gallen noch gar nicht angekommen, macht den Zürcher Taxifahrern das Leben schwer. Die Fahrt zum Bahnhof dauert 15 Minuten, 2,2 Kilometer Uber-Lamento. Verständnisvoll bezahlen wir die 23.60 Franken. Taxifahren im Uber-Zeitalter? Eigentlich schon fast Globalisierungskritik. (hrt)

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