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KRANKHEIT: Gefahr für Meister Langohr

Wer am Bodensee einen toten Feldhasen findet, sollte sich bei der Jagdaufsicht oder der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau ­melden. Grund dafür ist die Hasenpest.
Ines Biedenkapp
Am Bodensee treten vermehrt Fälle der Hasenpest auf. (Archivbild: Susann Basler)

Am Bodensee treten vermehrt Fälle der Hasenpest auf. (Archivbild: Susann Basler)

Ines Biedenkapp

ines.biedenkapp@thurgauerzeitung.ch

Hundehalter am Bodensee haben derzeit Angst, spazieren zu gehen – wegen der Hasenpest. Auf deutscher Seite treten vermehrt Fälle der Krankheit auf. Im Thurgau wurden dieses Jahr allerdings noch keine Fälle nachgewiesen. Michael Vogel von der Jagd- und Fischereiverwaltung Thurgau rät Spaziergängern dennoch zu Vorsicht. Findet man einen toten Hasen, solle man dies sofort melden: «Dafür gibt es zwei Möglichkeiten: Zum einen kann man ein totes Tier der örtlichen Jagdaufsicht melden, oder sich direkt an die Jagd- und Fischereiverwaltung wenden». Gemäss Meldung des Landratsamts Bodenseekreis sollten Hundehalter darauf achten, dass ihre Tiere nicht zu nah an die Kadaver kommen, da sich die Krankheit vom Hund und damit auch auf den Menschen überträgt.

Zahl der Krankheitsfälle hat zugenommen

Zuletzt wurde die Krankheit in den Jahren 2008, 2009, 2012 und im Dezember 2017 sowie im Februar 2018 bei Feldhasen am Bodensee nachgewiesen. Im Thurgau erreichte die Hasenpest im Jahre 2015 ihren Höhepunkt. Vergangenes Jahr wurden in der Schweiz insgesamt 130 Fälle von Hasenpest, auch Tularämie genannt, beim Menschen festgestellt, zwei von ihnen kamen aus dem Thurgau. Dabei kann man einen Anstieg der Krankheitsfälle erkennen. Im 2008 hatten sich noch 13 Personen infiziert.

Der Krankheitsverlauf ist davon abhängig, wo und wie viele Erreger in den Körper gelangen. Unbehandelt kann die Krankheit bei 5 bis 15 Prozent der Infizierten zum Tode führen, wie das Bundesamt für Gesundheit mitteilt. Am gefährlichsten ist die Krankheit, wenn sie die inneren Organe befällt. Die Sterblichkeitsrate kann mit einer Behandlung durch Anti­biotika auf unter zwei bis null Prozent gesenkt werden.

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