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Kosten sparen per App und Telefon

Ein paar scharfe Bilder reichen den Dermatologen oft für eine Diagnose. (Bild: Benjamin Manser)

Ein paar scharfe Bilder reichen den Dermatologen oft für eine Diagnose. (Bild: Benjamin Manser)

Telemedizin Das St. Galler Start-up Onlinedoctor.ch ist nicht das einzige Unternehmen, das in den letzten Jahren die Bühne betreten hat. So starteten letztes Jahr in Bern die «eedoctors»: Sie versprechen rund um die Uhr medizinische Videoberatung per App. Und der Doktor am Telefon hat sich in den letzten Jahren ebenso durchgesetzt.

Sie alle versprechen nicht nur unkompliziert Rat von Fachpersonen, sondern auch Kosteneinsparungen für das Gesundheitssystem. Denn «eine Arztvisite dauert bis zu 20 Minuten», sagt Sandra Kobelt, Leiterin Politik und Kommunikation bei Santésuisse, dem Verband der Krankenversicherer. Dazu gehören auch der Small Talk bei der Begrüssung und die Formalitäten beim Ausmachen des nächsten Termins. Eine Erstabklärung am Telefon komme ohne diese Formalitäten aus, und das Gespräch verlaufe zielgerichteter, sagt Kobelt.

Beliebte Telmed-Versicherungen

Ein Grund, weshalb viele Versicherer Telmed-Modelle anbieten: Bevor der Versicherte zum Arzt geht, muss er die Telefonberatung fragen. Eine solche Beratung sei eher Ergänzung als Ersatz für eine Arztvisite. Aber sie kann manche Termine überflüssig machen. «Eine telefonische Erstkonsultation spart dann Kosten, wenn damit eine Abklärung beim Arzt oder im noch teureren Spitalnotfall verhindert werden kann», sagt Felix Schneuwly, Gesundheitsexperte des Online-Vergleichsdienstes Comparis. Deshalb ist es auch für den Versicherten günstig. Bis zu 40 Prozent Prämien kann sparen, wer hohe Franchise mit ­Telemed verbindet, sagt Schneuwly. So haben bereits gegen 14 Prozent der Versicherten ein Telmed-Modell mit einem Prämienrabatt gewählt.

Die Möglichkeiten, und damit die Sparpotenziale der Telemedizin wachsen mit dem technischen Fortschritt, glaubt Schneuwly: «Je mehr lernende Algorithmen und digital übermittelte Vitaldaten wie Körpertemperatur, Puls, Blutdruck oder Herzfrequenz die telefonischen Konsultationen unterstützen, desto ferner werden die Grenzen der Telemedizin.» Auch Rezepte für Medikamente, «wenn möglich Generika», dürfen telemedizinisch ausgestellt, online bestellt und per Post geliefert werden, sagt Schneuwly. Aber auch dann gilt: Wenn sofort interveniert werden muss, kann die Telemedizin nichts ausrichten. (ken)

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