Kopfprämien für Rinder

Das Seilziehen um Ostschweizer Rinder geht weiter: Vorarlberg möchte seine Alpen bewirtschaftet haben, die Ostschweizer Kantone haben Angst vor der Rindertuberkulose. Nun locken beide Seiten mit Geld.

Andreas Kneubühler
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Schweizer Veterinäre empfehlen, die Kühe auf TBC-freie Alpen zu schicken. (Bild: Urs Jaudas)

Schweizer Veterinäre empfehlen, die Kühe auf TBC-freie Alpen zu schicken. (Bild: Urs Jaudas)

ST. GALLEN. Rund 1000 Rinder aus der Ostschweiz sömmern jedes Jahr auf Alpen in Vorarlberg. Bisher zumindest. Denn seit in Österreich Fälle von Rindertuberkulose aufgetreten sind, ist der Grenzverkehr für Rinder nicht mehr unproblematisch.

Die Bauern im Kanton St. Gallen, die diese Tradition pflegten, müssen sich entscheiden, ob sie das Risiko eingehen und ihre Tiere im nahen Vorarlberg auf einer Alp weiden lassen – oder irgendwo in der Ostschweiz oder in Graubünden einen Platz suchen wollen. Die Ostschweizer Kantone haben fürs laufende Jahr neue Auflagen erlassen, die verlangen, dass neu alle Tiere auf Rindertuberkulose getestet werden müssen, wenn sie aus Vorarlberg zurückkommen. Die Kosten dafür werden auf die Landwirte abgewälzt.

Neben dem Risiko, Tiere zu verlieren, spielen aber vor allem auch die Finanzen eine wichtige Rolle: Neu werden für in der Schweiz gesömmerte Rinder Direktzahlungen von 370 Franken ausbezahlt. Pro Stück.

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