Konzept für Thurgauer Mittelschulen gefordert

FRAUENFELD. Wiederholte Erweiterung des Fächerangebots, Schülerzuteilungen zur Kanti Wil oder Sparanordnungen – der Thurgauer BDP-Kantonsrat Roland A. Huber vermisst bei all diesen Entscheiden des Departements für Erziehung und Kultur eine Orientierungsgrundlage.

Caspar Hesse
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FRAUENFELD. Wiederholte Erweiterung des Fächerangebots, Schülerzuteilungen zur Kanti Wil oder Sparanordnungen – der Thurgauer BDP-Kantonsrat Roland A. Huber vermisst bei all diesen Entscheiden des Departements für Erziehung und Kultur eine Orientierungsgrundlage. Deshalb verlangt er in einem Antrag ein Gesamtkonzept Thurgauer Mittelschulen. Statistiken würden zeigen, dass speziell im Thurgau Massnahmen zur Stärkung der akademischen Bildung erforderlich seien, begründet Huber seinen Antrag.

Dies habe der Regierungsrat in seinem Bericht zur Entwicklung des Thurgauer Bildungswesens 2013 zwar erkannt. Eine Stärkung sei auch bei der Erstellung der Regierungsratsrichtlinien für die aktuelle Legislatur schon ein Thema gewesen. An der «tatkräftigen Umsetzung» mangle es aber bis heute, findet Huber.

Strategische Ausrichtung klären

Im Konzept seien mehrere Punkte zu berücksichtigen, so Huber. Zunächst brauche es klare Vorgaben für die strategische Ausrichtung der Mittelschulen an den Standorten Frauenfeld, Kreuzlingen und Romanshorn, namentlich Schultypen, Maturitätsprofile sowie profilspezifische Schwerpunktfächer.

Huber schwebt dabei eine Art Standort-Marketingkonzepte vor. «Die Bedürfnisse der drei Standorte sollen auf die gesamte Thurgauer Bevölkerung ausgerichtet werden.» Es mache zum Beispiel wenig Sinn, dass man nur in Kreuzlingen pädagogische Fächer studieren könne, dort Platzmangel herrsche und zusätzlich gebaut werden müsse, während in Frauenfeld infolge der Streichung von Klassenzügen Schulraum leer stehe. «Frauenfeld würde auch gerne einen musischen Zug führen.»

Zutrittsbedingungen regeln

Weiter verlangt Huber standortbezogene Steuerungsgrundlagen für die Führung von Fachmatura-Angeboten und deren Abgrenzung zu allen Berufsmittelschulangeboten. Zudem müssten unter anderem die Zutrittsbedingungen für Schüler mit Wohnsitz Thurgau geregelt werden, die an ausserkantonalen Mittelschulen ihre gymnasiale Ausbildung absolvieren wollen. «Die Schulen müssen dabei nebeneinander bestehen können», verlangt Huber. Die Ansprüche auf finanzielle Beiträge und die geographische Nähe müssten dabei berücksichtigt werden.