Konzept für St. Galler Wald geht auf Tournée

ST. GALLEN. Im Kanton St. Gallen ist ein Massnahmenplan für den «Wald-Wild-Lebensraum» ausgearbeitet worden. Nun wird er interessierten Organisationen vorgestellt. Ab Sommer 2015 könnte das Konzept umgesetzt werden.

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ST. GALLEN. Im Kanton St. Gallen ist ein Massnahmenplan für den «Wald-Wild-Lebensraum» ausgearbeitet worden. Nun wird er interessierten Organisationen vorgestellt. Ab Sommer 2015 könnte das Konzept umgesetzt werden. Förster, Jäger, Waldbesitzer und Landwirte sollen für eine Strategie zugunsten des Lebensraums Wald am gleichen Strick ziehen. Der Massnahmenplan soll im Lauf des nächsten Jahres von allen beteiligten Organisationen unterzeichnet werden. Der Kanton erhofft sich, dass damit künftige Fragestellungen besser geklärt, Spannungen abgebaut und pragmatische Entscheide getroffen werden können, wie es in einer Mitteilung der Staatskanzlei heisst.

Basis einbeziehen

Seit 2011 hat eine Arbeitsgruppe im Auftrag des Volkswirtschaftsdepartements Empfehlungen ausgearbeitet. Nun wurde daraus ein Katalog mit konkreten Massnahmen. Ziel ist eine ökologische Aufwertung des Waldes und der angrenzenden Flächen. Es geht dabei auch um die Lebensräume für die Wildbestände. Weiter soll die Kommunikation, die Zusammenarbeit und die Weiterbildung verbessert werden.

In den nächsten Monaten wird der Plan den beteiligten Organisationen vorgestellt, teilt die Staatskanzlei mit. Die Umsetzung geschehe «nicht von oben, die Basis wird einbezogen», erklärte Maurizio Veneziani von der Geschäftsstelle der Kommission Wald Wild Lebensraum auf Anfrage.

Diskussion mit Landwirten

Zum Konzept gehöre das Ausscheiden von Wildruhezonen über kommunale Schutzverordnungen, sagt Veneziani. Neu würden auch die Landwirte einbezogen. Mit ihnen wird über die ökologische Aufwertung von Waldrändern, Hecken und Wiesen diskutiert. Weitere Themenbereiche im Konzept sind beispielsweise die Verjüngungskontrolle und die waldbauliche Planung.

Die Reaktionen auf die Präsentation der Massnahmen sollen aufgenommen werden. Je nachdem seien Anpassungen möglich. Bis im kommenden Sommer könnte dieser Prozess dann abgeschlossen sein, sagt Veneziani. (sda/red.)