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Kontroverse um private Zumba-Anbieterin

Breitensport Man reibt sich die Augen in Arbon. Eine kommerzielle Anbieterin kann den Gymnastikraum der Sporthalle für Zumba-Kurse nutzen und zahlte denselben Tarif wie Schulen und Vereine: 200 Franken pro Jahr. Die private Anbieterin nutzt den Mehrzweckraum der Sporthalle jeweils am Montagabend während eineinhalb Stunden. Ein Teilnehmer zahlt für eine Zumba-Einzellektion 20 Franken.

In erster Linie soll die Halle die Bedürfnisse der Bevölkerung abdecken, weshalb die Steuerzahler für den Betrieb aufkommen. Die städtische Finanzlage ist seit Jahren kritisch. Die IG Sport, die zuständig ist für den Belegungsplan der Halle, nimmt zur Angelegenheit keine Stellung. Zu Wort meldet sich aber der ehemalige Hallenkoordinator Urs Landolt, der die Räumlichkeiten seinerzeit vergab: «Bei der Vermietung wurde mir bewusst, dass ein Tarif für kommerzielle Institutionen schlicht vergessen ging.» Ein solcher habe schon vor einer Tarifanpassung gefehlt, welche die Verantwortlichen nach dem Bau der Sporthalle vornahmen. Auf die Frage, ob es deshalb keinen entsprechenden Tarif gab, weil die Anlage nicht für kommerzielle Anbieter gedacht sei, sagt Landolt: «Bei meinem Ausscheiden habe ich auf den Umstand hingewiesen und vorgeschlagen, dass dieser Punkt noch besonders angeschaut werden sollte – auch für andere Anfragen.»

Steuerzahler nur indirekt betroffen

Die Zumba-Instruktorin sei ferner 2009 und 2010 Sportlerin des Jahres gewesen. Auf Nachfrage sagt Landolt: «Es geht um die Sache. Es geht um Sport.» Er habe ausserdem den höchsten Tarif im Rahmen der geltenden Regelung eingefordert, nämlich jenen für auswärtige Anbieter. «Ausserdem nimmt die Anbieterin keinem Sportverein den Raum weg. Im Gegenteil. So kann einer vermietet werden, der sonst weitgehend leerstünde.» Landolt betont: «Ich hatte die Kompetenz, einen solchen Entscheid zu treffen.» Zwischen Schulen und Stadt sowie zwischen Stadt und IG Sport bestünden zudem Leistungsvereinbarungen. Es ginge also letztlich nur indirekt um das Geld der Arboner Steuerzahlerinnen und Steuerzahler. In erster Linie drehe es sich um die Einnahmen der IG Sport. (tva)

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