Kontrollen ja, aber «human»

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Sicherheit Gross wurden sie angekündigt, die verschärften Eingangskontrollen als Folgen der jüngsten Terroranschläge. Betonelemente auf allen Zufahrtswegen zur Allmend und Polizeipatrouillen rund um den Eingangsbereich deuteten vor der offiziellen Eröffnung gestern auf mehr Sicherheit hin. Dass direkt nebenan zeitgleich eine Militärübung mit bewaffneten Soldaten über die Bühne ging, war eher dem Zufall geschuldet. Mehrmals hat der Veranstalter die Open-Air-Besucher im Vorfeld darauf hingewiesen, für den Einlass genügend Zeit einzurechnen.
Dicht ist der Andrang schon Stunden vor der Türöffnung auch gestern kurz vor 16 Uhr. Wenige Minuten später betreten die ersten Festivalbesucher das jungfräuliche Gelände. «Ich war schon mehrmals am Open Air Frauenfeld», sagt Mohen Apaya, der mit Freunden aus Thun angereist ist. Mit einem eingepackten Zelt und einer grossen Tasche ausgerüstet nimmt er den Weg in Richtung Campingplatz unter die Füsse. Über die Personenkontrollen ärgert sich Apaya nicht, sie gehörten heutzutage halt einfach dazu. «Klar, es gab schon etwas mehr Kontrollen als sonst, aber ich finde, es war noch im humanen Bereich», meint Apaya. 

Oben ohne und braun gebrannt schlendern zwei Rap-Fans ohne Gepäck vorbei. «Wir gehen zuerst rein und holen nachher unser Zeugs aus dem Auto», sagt einer. Viel wichtiger sei es, jetzt zu geniessen. Wie geduldig sich die Gäste beim Einlass zum Konzertgelände mit der Maximalgrösse von A5-Gepäckstücken verhalten, zeigt sich heute. (sko)