KONSTANZ: Fall des getöteten Schaffhausers kommt vor Bundesgerichtshof

Ein 17-Jähriger und ein 21-Jähriger wurden wegen der Tötung eines Schweizers schuldig gesprochen. Der damals 19-jährige Schaffhauser wurde vor einer Shisha-Bar in Konstanz getötet.

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Spuren der Tat: Im März 2017 wurde ein 19-jähriger Schweizer vor einer Shisha-Bar in Konstanz erstochen. (Bild: Jörg-Peter Rau)

Spuren der Tat: Im März 2017 wurde ein 19-jähriger Schweizer vor einer Shisha-Bar in Konstanz erstochen. (Bild: Jörg-Peter Rau)

Siebeneineinhalb Jahre Haft wegen Totschlags für den bei der Tat 17-jährigen Konstanzer, 21 Monate Gefängnis ohne Bewährung für den 21-jährigen Mitangeklagten wegen gefährlicher Körperverletzung. So lautete das Urteil der Richter am Landgericht im Prozess um die Tötung eines 19-jährigen Schweizers vor einer Shisha-Bar im Industriegebiet Konstanz.

Ob es dabei bleibt, ist seit dieser Woche wieder offen. Beide Angeklagten haben Revision gegen das Urteil eingelegt. Dies bestätigt Mirja Poenig, Pressereferentin des Landgerichts, gegenüber dem «Südkurier». Das Urteil ist damit nicht rechtskräftig. Zuständig ist nun der Bundesgerichtshof. Dieser überprüft, ob das Urteil vor dem Landgericht Konstanz vom 23. Februar verfahrensrechtlich einwandfrei zustande kam. Beide Angeklagte beziehungsweise ihre Vertreter haben einen Monat Zeit, um den Revisionsantrag zu begründen. Auf Nachfrage wollte sich die Verteidigung des 17-jährigen Hauptangeklagten mit Verweis auf das nicht öffentliche Verfahren nicht äussern. (bbr)